Bonn/Freiburg - Der Photovoltaikmarkt entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft und bringt deutlich positive Impulse für den Arbeitsmarkt. Ende 2005 waren in Deutschland rund 31.000 Menschen in der Herstellung, dem Vertrieb und der Installation von Photovoltaikanlagen tätig, wie die Studie "Der deutsche Photovoltaikmarkt 2006 - Vom Nachfrageüberhang zum Wettbewerb" der Marktforscher von EuPD Research http://www.europressedienst.com ergeben hat. Von dem Boom profitiert insbesondere der Mittelstand wie etwa die installierenden Handwerksbetriebe.
Insgesamt wurden demnach in Deutschland im Jahr 2005 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 620 MWp installiert. Das bedeutet ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einer installierten Gesamtleistung von 1.528 MWp hat Deutschland damit Japan überholt und ist zum "Photovoltaik-Weltmeister" aufgestiegen. Für 2006 prognostizieren die Marktforscher ein weiteres Wachstum von 20 Prozent auf 760 MWp neu installierte Leistung.
Das größte Potenzial für die kommenden Jahre ortet die Studie bei privaten Endkunden und im Mittelstand. "Zunehmend entdecken mittelständische Unternehmer die Solarenergie als zweites Standbein und installieren Photovoltaikanlagen auf den Firmendächern", erklärt Michael Forst, Geschäftsführer von Europressedienst, im Gespräch mit pressetext. Zugute komme dem Markt dabei die große Fläche an Industriedächern in Deutschland. Dagegen ist bei Freiflächenanlagen ein rückläufiger Trend zu erkennen, was laut Studie zum einen an der schweren Verfügbarkeit von Modulen, zum anderen an der schlechteren Einspeisevergütung liegt.
Gute Nachrichten gibt es aber für die Endkunden. "Überrascht hat uns die breite Preisspanne am Markt", sagt Forst. Die Kunden müssten nun darauf achten, mehrere Angebote einzuholen und stärker zu vergleichen, rät der Experte. Trotz des anhaltenden Rohstoffmangels beurteilen auch die Produzenten die derzeitigen Marktbedingungen als positiv. Die Preissteigerung hat offenbar ihren Zenit erreicht. "Jetzt kommt es darauf an, wie schnell sich die Auslandsmärkte entwickeln und ob die Nachfrage in Deutschland weiter anzieht", blickt Forst in die Zukunft.
Ab morgen, Donnerstag, präsentiert sich die Solarbranche auf Europas führender Fachmesse für Solartechnik, Intersolar 2006 http://www.intersolar.de , in Freiburg, über die pressetext in einem gesonderten Special (siehe: http://www.pressetext.de/special/intersolar ) berichtet. Mit 448 Ausstellern aus 27 Nationen hat die Messe in diesem Jahr einen neuen Ausstellerrekord verbucht. Die Ausstellungsfläche ist um 50 Prozent erweitert worden. Erwartet werden nun 22.000 Besucher aus 70 Ländern.