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EU-Umweltauszeichnung für sanierte Kirche Stadl-Paura

GreenBuilding-Logo soll vorbildhafte Sanierung dokumentieren


Wien - Dass auch sakrale Gebäude durchaus nachhaltig umgebaut werden können, zeigt das neueste Beispiel der evangelischen Trinitatiskirche Stadl-Paura: Nach der Renovierung konnte der Energieverbrauch mehr als halbiert und gleichzeitig der Komfort deutlich verbessert werden. Eine Solaranlage versorgt die Kirche und das Pfarrhaus nun mit umweltfreundlicher Wärme. Für die nachhaltige Sanierung wurde die Pfarre mit dem GreenBuilding-Logo der EU ausgezeichnet. Mit dem GreenBuilding-Programm, das in Österreich von der Österreichischen Energieagentur http://www.energyagency.at koordiniert wird, möchte die EU die Energieeffizienz bei Dienstleistungsgebäuden forcieren.

Für die Generalsanierung der Kirche, die ursprünglich mit Elektro-Speicheröfen (zehn kW) beheizt wurde, wurde eine 60 Quadratmeter große Solaranlage auf dem 60 Grad steilen Kirchendach installiert. Die Solarwärme wird in zwei Pufferspeichern mit einem Gesamtinhalt von 5.700 Liter gespeichert, von denen sich der eine im Keller der Kirche und der andere im Keller des Pfarrhauses befindet. Die Beheizung der Kirche erfolgt nun nach dem Prinzip der Luftheizung. Im Winter steht als Ergänzung ein Gasbrennwertkessel zur Verfügung. Um die Energienachfrage möglichst gering zu halten, wurde vorab auch das Kirchendach mit 25 Zentimeter Zellulose gedämmt. Auch bei der Beleuchtung konnte deutlich gespart werden: Die Lichtanlage aus Neon-Lampen mit einer Anschlussleistung von 1.200 Watt wurde durch vier einzeln schaltbare Halogendampflampen mit insgesamt 600 Watt ersetzt.

"Bereits im ersten Jahr mit dem langen und kalten Winter 2005/2006 zeigte sich der Erfolg der Maßnahmen: Der Stromverbrauch von Pfarrhaus und Kirche konnte in Summe um über 50 Prozent reduziert werden", so Georg Benke, Nationaler Koordinator des GreenBuilding-Programms bei der Österreichischen Energieagentur, im pressetext-Interview. "Jede gut geplante Investition in die Haustechnik erhöht nicht nur die Energieeffizienz, sondern auch den Komfort", führt der Experte aus. Erfolgreich wurde zuvor auch das Hallenbad in Wien/Floridsdorf renoviert. "Auch hier wurde die Haustechnik generalsaniert. Am Dach wurden 1.000 Quadratmeter Solarmatten verlegt. Diese Maßnahmen haben den Wärmeverbrauch um 64 Prozent reduziert. Eine neue Filtertechnologie hat den Wasserverbrauch um 40 Prozent zurückgeschraubt", so Benke.

Das GreenBuilding-Programm http://www.eu-greenbuilding.org zielt darauf ab, die Energieeffizienz von bestehenden Nicht-Wohngebäuden zu verbessern und ganzheitliche Sanierungen zu forcieren. "Wir wollen erreichen, dass das GreenBuilding-Programm zu einer Trademark wird", erklärt Benke. Das gelte insbesondere im Bereich der Dienstleistungsgebäude. "Es muss aufgezeigt werden, wie groß das Einsparungspotenzial tatsächlich ist." In sehr vielen Fällen lassen sich die Energiekosten um mindestens 50 Prozent reduzieren. "Daneben steigt mit jeder Investition in die Haustechnik auch der Komfort für jene, die in diesen Gebäuden arbeiten." Derzeit sind zehn Länder am GreenBuilding-Programm beteiligt, für Österreich hat die Österreichische Energieagentur die Koordination übernommen.

Gebäudebetreiber, die am Programm teilnehmen, dürfen im Gegenzug das GreenBuilding-Logo der EU führen. "Dadurch wird nicht nur die inhaltliche Unterstützung des Programms kommuniziert, sondern auch die eigene energetische Vorreiterrolle." Die erfolgreichen Sanierungsobjekte werden sowohl auf der europäischen, als auch auf der österreichischen Programm-Website präsentiert. "Dadurch sollen die Machbarkeit von Sanierungsprojekten dokumentiert und Impulse für weitere Sanierungen gegeben werden."

Die auf freiwilliger Basis teilnehmenden Organisationen und Unternehmen erhalten bei der Analyse des Gebäude-Energieverbrauchs und bei der Konzeption der Maßnahmenpläne organisatorische und inhaltliche Unterstützung. In Österreich kann im Rahmen des klima:aktiv Programms ecofacility bei privaten Dienstleistungsgebäuden zusätzlich geförderte Energieberatung in Anspruch genommen werden.

 

Quelle: Pressetext Austria, erschienen am 14.8.2006
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