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Biokraftstoffe verringern Treibhausgase

Biodiesel umweltschonender als Bioethanol

Minnesota/Wien - Durch die Verwendung von Biodiesel kann laut einer aktuellen Studie der University of Minnesota http://www.cbs.umn.edu der Ausstoß von Treibhausgasen um 41 Prozent gegenüber normalem Diesel verringert werden, Biobenzin auf Ethanolbasis bringt eine Reduktion um 12 Prozent. Die Ergebnisse stammen aus einem Vergleich von Bio-Kraftstoffen und normalen Benzin und Diesel, bei dem die gesamten Produktionswege miteinbezogen wurden. Beide Biokraftstoffe liefern jedoch noch nicht genügend Energie, um damit einen nennenswerten Teil der Nachfrage an Erdöl am US-amerikanischen Markt zu ersetzen.

Die Ergebnisse der Studie besagen, dass sowohl Biodiesel als auch auf Ethanol basierendes Biobenzin mehr Energie produzieren, als für die Aufzucht des Getreides und die Produktion der Biotreibstoffe benötigt wird. Biodiesel wurde dabei aus Soja gewonnen, Bioethanol aus Mais. Die US-Studie bezog den gesamten Produktionszyklus von Biokraftstoffen mit ein - vom Anbau des Getreides bis zur letztlich verwertbaren Energie. Bei einem Vergleich der benötigten Energie für die Produktion und der entstehenden Energie beim Verbrauch zeigte sich, dass Biodiesel um 93 Prozent mehr Energie zurück gab, als für die Produktion verbraucht wurde. Ethanol Biobenzin gab dagegen nur um 25 Prozent mehr zurück.

Werner Körbitz, Mitbegründer des österreichischen Biodiesel Instituts http://www.biodiesel.at , bestätigt im Gespräch mit pressetext, dass derartige Energiewerte, die durch In- und Output-Studien erstellt werden, gut vergleichbar sind und erneuerbare Energien auf jeden Fall dabei helfen, fossile Energievorräte zu sparen. "Derzeit findet ein starkes industrielles Wachstum statt. Erneuerbare Flüssigenergien sind dabei besonders für den Transportbereich interessant." Er verweist hierbei auf die Biokraftstoff-Richtlinie der EU, die bis 2010 einen 5,75 Prozent-Marktanteil von Biokraftstoffen im Transportsektor vorschreibt. Studien wie jene von der University of Minnesota solle man jedoch immer mit Abstand betrachten. Durch verschiedene Methoden und Instrumente kommen Studien zu Bio-Kraftstoffen oft zu unterschiedlichsten Ergebnisse.

Die US-Forschungsleiter sehen in Biokraftstoffen auch in Zukunft keine ausreichende Alternative für Erdöl. Selbst wenn man die gesamte US-Mais und Sojabohnen Ernte für die Produktion der beiden Biokraftstoffe aufwenden würde, könnte damit nur 12 Prozent des Benzinbedarfs und sechs Prozent des Dieselbedarfs gedeckt werden. In einem nächsten Schritt solle deshalb versucht werden, andere pflanzliche Stoffe mit höherem Cellulosegehalt zu finden, die den Ausstoß von Treibhausgasen weiter reduzieren können .Diese sollten nicht am Lebensmittelmarkt benötigt werden und gleichzeitig weniger Aufwand in der Produktion benötigen, dabei aber mehr Energie produzieren.

Werner Körbitz bezeichnet die Verwendung von alternativen und nicht-erneuerbaren Energien als Ergänzung. "Es findet eine langsame Ablöse statt. Der Grund ist vor allem, eine Sicherheit in der Versorgung herzustellen und sich von Abhängigkeiten anderer Länder zu lösen."

 

Quelle: Pressetext Austria, erschienen am 4.9.2006
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