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Öffentliches Rauchverbot akzeptiert und gewünscht

Gastro-Mitarbeiter rehabilitieren sich schnell


Schottland verhängte im Frühjahr gesetzliches Rauchverbot
Tayside/Heidelberg - Rauchverbote in öffentlichen Räumen werden von der breiten Bevölkerung nicht nur akzeptiert, sondern auch gewünscht und führen darüber hinaus zu einer enormen Verbesserung des Gesundheitszustandes der Gastronomiemitarbeiter. Wie gestern, Mittwoch, das Journal of the American Medical Association (JAMA) http://www.jama.ama-assn.org/ berichtete, geht dies aus einer europäischen Studie hervor, die den Gesundheitszustand von Angestellten in der Gastronomie direkt nach der Einführung des gesetzlichen Rauchverbotes in Schottland untersuchte. Auch im restlichen Europa wird der Ruf nach einem derartigen Verbot immer lauter.

Schottland führte im Frühjahr dieses Jahres das gesetzliche Rauchverbot in öffentlichen Lokalen ein. Die vorliegende Studie verfolgte den Gesundheitszustand von über 100 Gastronomie-Mitarbeitern über einen Zeitraum von fünf Monaten. Wie gezeigt werden konnte, hatten etwa 80 Prozent aller Probanden vor der Einführung des Rauchverbots Probleme durch Atemwegserkrankungen. Ein Monat nach dem Verbot gaben bereits 26 Prozent der Untersuchten eine Verbesserung der Symptome an. Weitere zwei Monate später stieg diese Zahl auf knapp 47 Prozent an.

Mark D. Eisner von der University of California in San Francisco widerspricht in diesem Zusammenhang drei gängigen Pro-Raucher-Argumenten. Erstens halten sich die Betreiber der Restaurants und Bars nicht an das Verbot. "Vier Jahre nach der Einführung des gesetzlichen Rauchverbotes in der kalifornischen Gastronomie sind 99 Prozent der Restaurants und 76 Prozent der Bars rauchfrei. In Irland und Neuseeland sind die Zahlen ebenfalls nahezu perfekt", so Eisner. Das zweite Argument sei, dass die Öffentlichkeit keine rauchfreien Bars und Restaurants akzeptieren würde. "Wie internationale Studien zeigen, befürworten die meisten Menschen rauchfreie Restaurants und Bars. Die Zustimmung steigt nach der Einführung des Verbots sogar nochmals an", erklärte Eisner. Drittens würde ein öffentliches Rauchverbot zu Umsatzeinbußen in der Gastronomie führen. Wie Eisner angab, haben zahlreiche Untersuchungen ergeben, dass die Umsätze in der Gastronomie nach dem Rauchverbot teilweise sogar gestiegen sind.

"Das sind typische Erfahrungen, die man in rauchfreien Ländern gemacht hat", erklärt Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum http://www.dkfz.de im Gespräch mit pressetext. "Der Gesundheitszustand der Gastronomieangestellten hat sich enorm verbessert und die Bevölkerung befürwortet rauchfreie Lokale. Vor allem Familien mit Kindern und Menschen mit asthmatischen Erkrankungen sind für das Rauchverbot", so Pötschke-Langer. In Deutschland sind rund zwei Drittel der Bevölkerung für ein Rauchverbot innerhalb der Gastronomie. Nächste Woche tritt eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus beiden Koalitionsparteien zusammen und arbeitet einen eventuellen Gesetzesvorschlag aus.

"Ein solches Verbot wäre unbedingt notwendig. In der Gastronomie sind etwa eine Mio. Mitarbeiter betroffen. Über 70.000 Babys sind bereits im Mutterleib den Schadstoffen des Tabakrauches ausgesetzt. Weiters sind Tausende stillende Mütter in der Gastronomie tätig. Aus muttschutzrechtlicher Sicht müssten diese Frauen eigentlich in Karenz gehen. Das tun sie aber meistens nicht, da sie sich entweder den Verdienstausfall nicht leisten können oder Angst haben, nach der vollen Karenzzeit ihren Arbeitsplatz zu verlieren", erklärt Pötschke-Langer im Gespräch mit pressetext.

 

Quelle: Pressetext Austria, erschienen am 15.12.2006
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