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Bach-Nelkenwurz: Blume des Jahres 2007 steht auf Roter Liste

Auch für Naturheilkunde von Bedeutung


Hamburg - Die Bach-Nelkenwurz mit dem lateinischen Namen Geum rivale ist von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt zur "Blume des Jahres 2007" ausgewählt worden. Die maximal etwa 30 Zentimeter hohe und leicht behaarte Pflanze gehört zur Familie der Rosengewächse, blüht von April bis Juli und wird von Gartenliebhabern wegen ihrer Anpassungsfähigkeit als pflegeleicht eingestuft. Die inneren Blütenblätter sind gelblich-rosa gefärbt und von purpur-braunen Kelchblättern umgeben. Der Name bezieht sich auf den leicht nach Nelkenöl duftenden Wurzelstock. In insgesamt vier Bundesländern steht sie auf der Roten Liste für gefährdete Arten, vor allem in Sachsen und im Saarland gilt der Bestand als stark rückläufig.

Durch das Votum soll erneut eine Feuchtwiesenart, deren grundwassernaher Lebensraum durch verstärkte Trockenlegung von Flächen immer mehr in Gefahr gerät, ein Jahr lang ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Die Bach-Nelkenwurz ist speziell in Europa in feuchten Grünlandflächen, Flachmooren, Niederungen, Auen- und Waldrandbereichen, aber auch in der Uferzone von Still- und Fließgewässern zu finden. "Mit unserer Wahl wollen wir erneut auf die Gefährdung hinweisen, die dieser uralten Kulturlandschaft durch Überdüngung und Entwässerung droht. Noch gibt es den Bach-Nelkenwurz häufiger zu sehen, weil er sich an die Bachränder und in die Entwässerungsgräben zurückzieht und auch ein Schattenleben führen kann", erklärte Stiftungsgründerin Loki Schmidt, Ehefrau des Alt-Kanzlers Helmut Schmidt, gegenüber pressetext.

Von der schwach giftigen Pflanze, die in den Alpen bis in 2.000 Meter Höhe vordringt und deren Blüten von Hummeln bestäubt werden, kommt in der Naturheilkunde die am besten im Frühjahr oder Herbst ausgegrabene Wurzel zum mehrfachen Einsatz. Diese wirkt antibakteriell, schweißtreibend oder entzündungshemmend und kann bei Magen- und Darmerkrankungen und fieberhaften Infekten zur Stärkung der Verdauungsorgane beitragen. Für die hilfreiche Wirkung zeichnen Triterpene und Flavonoide verantwortlich. Der Wurzelstock eignet sich als Nelkenersatz auch beim Kochen und zur Aromatisierung von Kräuterlikören. Die Blätter wiederum schmecken durchaus in Salaten. Als Volksnamen sind Blutströpfchen, Herzwurz oder Kapuziner besonders geläufig.

 

Quelle: Pressetext Austria, erschienen am 24.12.2006
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