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Umwelt/Gesundheit/Bildung/Forschung
Erwärmung der Weltmeere gefährdet CO2-Absorption

ESA startet zwei Forschungsprojekte


Satellitendaten sollen Aufschluss bringen (foto: esa.int)
Paris/Bremerhaven - Die Weltmeere absorbieren CO2 aus der Atmosphäre, wodurch sie einen entscheidenden Einfluss auf das Klima haben. Diese Fähigkeit wurde aber durch die zunehmenden Klimaveränderungen stark beeinträchtigt. Die European Space Agency (ESA) http://www.esa.int startet nun zwei Projekte, die systematisch Daten über die Farbe und Temperatur der Weltmeere sammeln sollen. Die ESA hofft dadurch, eine Bestandsaufnahme und Prognosen für die Zukunft erstellen zu können.

"Zwar haben sich die Ozeane erwärmt, Verallgemeinerungen sind hier jedoch nicht zulässig. Wichtig ist die Frage des Ausmaßes der Erwärmung in einzelnen Gebieten wie beispielsweise den polaren oder den tropischen Meeresgebieten", erklärt Eberhard Fahrbach vom Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung http://www.awi-bremerhaven.de im Gespräch mit pressetext. So seien auch die Auswirkungen der Ozeanerwärmung unterschiedlich: Im arktischen Ozean könne das Meereis schmelzen, während es in den tropischen Meeren zu stärkeren Hurrikans kommen könne.

Das Medspiration Project soll nun die Temperatur der Wasseroberflächen auf den Weltmeeren messen. Das zweite Projekt GlobCOLOUR soll Daten über die Farbe der Meere liefern. Phytoplankton, mikroskopisch kleine maritime Pflanzen, die in der Nähe der Ozeanoberfläche treiben, absorbieren das CO2 und wandeln es in organische Kohlenstoffverbindungen um. Da Phytoplankton grün ist, kann es mittels Farbsensoren aus dem Weltraum geortet werden.

"Phytoplankton hat einen großen Einfluss auf die Menge von CO2 in der Atmosphäre und reagiert sehr empfindlich auf Umweltveränderungen", erklärt Emeritus Andre Morel von der French Observatoire Océanolgique de Villefranche. Aus diesen Beobachtungen des Phytoplanktons wollen Forscher Prognosen für zukünftige Entwicklungen ableiten.

Die Erwärmung und die Veränderung des Salzgehalts der Ozeane haben Auswirkungen auf die Schichtung des Meereswassers. "Dadurch verschieben sich Lebensräume wie etwa die des Planktons," so Fahrbach. Weiters hätten diese Veränderungen Auswirkungen auf den natürlichen Klimakreislauf.

Beide Projekte sollen in einem ersten Schritt Daten erheben, die in einem zweiten Schritt miteinander verglichen werden. Für die Erhebung setzt die ESA unterschiedliche Satellitensysteme ein. Für Medspiration sollen der ESA Satellit Envisat und Meteosat-8 (USA und Japan) eingesetzt werden. Für GlobCOLOUR sollen die Farbsensoren der Satelliten Envista (ESA), Aqua (NASA) sowie SeaWiFS (GoeEye) eingesetzt werden.

 

Quelle: Pressetext Austria, erschienen am 10.2.2007
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