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Burnout: Körper warnt rechtzeitig

Vorbeugen der Totalerschöpfung braucht Achten auf Signale


Ausgebranntes Zündholz: Wird Stress ständig zu viel, muss sich was ändern (Foto: pixelio.de/Müller)
Wien  - Ständiger negativer Stress sollte möglichst früh als solcher erkannt werden. Erst dadurch können Betroffene ihr Verhalten oder Umfeld rechtzeitig ändern und damit Gefahren für Körper und Psyche - im schlimmsten Fall Burnout - abwenden. Das betonen Experten in Wien bei der Präsentation der Internetseite "Stressfest" http://stressfest.at . Die Initiative erlaubt es, kostenlos das eigene Burnout-Risiko zu erheben. "Ziel ist es, dadurch Warnsignale zu sehen, bevor sie zum Problem werden", erklärt Lisa Tomaschek-Habrina, Leiterin des Instituts für Burnout und Stressmanagement http://www.ibos.co.at .

Hoher Preis für den Fleiß
Stress ist ein wichtiger Schutzmechanismus des Menschen, der positiv ist, solange er bewältigt wird. Geht die Belastung über die eigenen Ressourcen hinaus - Fachleute nennen den Zustand "Distress" - sinkt die Motivation und der Körper meldet sich zu Wort, etwa durch Kopfschmerz und Schlafprobleme. "Ignoriert man die Warnsignale ständig, hat das Folgen. Leistung, Einstellung und Verhalten bei der Arbeit verschlechtern sich, Sinn und Werte gehen verloren und körperliche und psychosomatische Leiden stellen sich ein", so Tomaschek-Habrina. Dazu gehören auch Hörsturz, Bluthochdruck sowie Magen-Darm- und Ernährungsprobleme.

Diese Erscheinungen prägen typischerweise auch den Weg hin zum Endzustand Burnout, dem seelischen Totalzusammenbruch. Der Verlauf, der von einigen Wochen bis hin zu Jahre lang dauern kann, hat laut der Expertin drei Phasen. "Am Anfang steht hohes Engagement und idealistische Begeisterung für Ziele, wobei eigene Bedürfnisse vernachlässigt werden. In der Anpassungsphase leugnet man Konflikte und Probleme, zieht sich schließlich frustriert zurück bis hin zur Apathie und inneren Leere. Am Schluss steht die existenzielle Erschöpfung und schwere Depression." Stets sind dabei Gefühle, Geist und Körper zugleich erschöpft.

Person und Umfeld spielen mit
Die Behandlung von Burnout und dessen Vorstufen muss alle Ebenen des Menschen einbeziehen, empfiehlt Tomaschek-Habrina. Die wichtigsten Ansatzpunkte dafür sind Bewegung, Entspannung, Ernährung und Psychohygiene. "Immer spielt auch das Verhalten und das Umfeld des Betroffenen eine Rolle. Denn Burnout entsteht an der Schnittstelle zwischen einer Person und einer Organisation und hat immer innere und äußere Faktoren." Zu ersteren gehören Perfektionismus und nicht "nein" sagen können. Äußere Faktoren sind hohe Belastung oder das Fehlen von Mitgestaltung, Anerkennung oder Gemeinschaftsgefühl im Beruf.

Je weiter eine Stresserkrankung fortschreitet, desto eher ist fachärztliche und medikamentöse Begleitung bis hin zu Psychopharmaka erforderlich. In den Frühstadien oder zur bloßen Überbrückung von Belastungsphasen helfen auch pflanzliche Arzneimittel weiter. Dazu zählen etwa asiatische wie Ginseng und Schisandra oder die in Europa heimischen Lycium (Bocksdorn), Geum (Nelkwurz) und Rhodiola (Rosenwurz). "Diese Mittel bessern den Umgang mit Stress, stärken Körper und Geist und lindern erste Symptome", erklärt Werner Kubelka, Vizepräsident der Gesellschaft für Phytotherapie http://www.phytotherapie.at .

Stress kommt teuer
Nicht auf schädlichen Stress zu reagieren kommt den Unternehmen und auch der Gesellschaft teuer, betont Martin Peithner, Geschäftsführer der Austroplant Arzneimittel http://www.austroplant.at . "Psychische Erkrankungen sind neben Alzheimer und Adipositas das größte Gesundheitsproblem der Industriestaaten. Mehr als die Hälfte aller verlorenen Arbeitstage sind auf Krankheitssymptome von Stress zurückzuführen und jeder fünfte Beschäftigte ist Burnout-gefährdet", so der Experte. Das Thema erhalte daher auch in Betrieben immer mehr Bedeutung, ergänzt Tomaschek-Habrina. "Bald wird es sich niemand mehr leisten können, nicht auf die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu achten."

 

Quelle: Pressetext Austria, erschienen am 17.1.2011
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