Endgültig ernst wird es nun mit der Privatisierung der Hochficht Skilift GMBH: Der Präsident des Österreichischen
Skiverbandes, Dr. Peter Schröcksnadel, kauft mit seiner Vereinigten Bergbahnen AG um zehn Millionen Schilling 50
Prozent der Lifte.
HOCHFICHT/LINZ. Auch wenn die Zustimmung des Landtages noch fehlt, ist der Deal als praktisch fix anzusehen.
Schröcksnadel erhält vom Land und vom Stift Schlägl die 50 Prozent-Beteiligung um die relativ günstigen zehn Millionen
Schilling - und muss dafür eine Reihe von Auflagen erfüllen.
Konkret ist der ÖSV-Boss verpflichtet, dringend nötige Investitionen in die Liftanlagen durchzuführen, insgesamt steht dabei
ein Volumen von 60 Millionen Schilling zur Diskussion. 40 Millionen sollen dabei vom Tiroler kommen, den Rest dürfte das
Land quasi als Rückfluss des Privatisierungserlöses beisteuern.
Vertragsunterzeichnung noch im Sommer
Das rein operative Geschäft übernimmt Schröcksnadel schon in den kommenden Monaten: Ein "Ja" des Landtages
vorausgesetzt, werden die Verträge zwischen dem Land, dem Stift und dem ÖSV-Boss bereits im Sommer unterzeichnet, im
nächsten Winter wird der Tiroler Ski-Zampano auf dem Hochficht bereits das Sagen haben.
Politischer Erfolg für Christoph Leitl
Für Noch-Wirtschafts-Landesrat Christoph Leitl ist die nun fixierte Privatisierung ein weiterer großer Erfolg in seiner
politischen Tätigkeit in Oberösterreich. Gegenüber den OÖ. Nachrichten sprach er "von einer guten Lösung für den
Hochficht, was das Land lukriert, fließt wieder in die Region!"
Mit dem jetzt fixierten Handel beendet Leitl eine jahrelange Diskussion um den Hochficht: Schon seit dem Jahr 1996 war der
Wirtschafts-Landesrat auf der Suche nach privaten Investoren für das Skigebiet im Böhmerwald, der ursprünglich angepeilte
Partner aus der Region konnte dabei nicht gefunden werden. -b.h.-