HOFKIRCHEN: Endgültig vor dem Verfall gerettet kann nun die Ruine Haichenbach werden! Nachdem die Finanzierung der notwendigsten Erhaltungsarbeiten gesichert werden konnte, vergab der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung die Baumeisterarbeiten an die Firma BABAU, Berger & Arnezeder aus Pfarrkirchen als Bestbieter.
Bei einer gemeinsamen Begehung von Vertretern des Bundesdenkmalamtes, der Gemeinde mit Bürgermeister Erich Moser und des Erhaltungsausschusses mit Obmann Manfred Hörschläger wurden die vorgesehenen Arbeiten abgesteckt und besprochen.
Als erste Baumaßnahme wird nun die Sicherung des restlichen Mauerwerkes vorgenommen, wobei einerseits der Charakter der Ruine erhalten bleiben muss und andererseits der Turm für touristische Zwecke als Ausblickspunkt in das Donautal genutzt werden kann. Mit den Arbeiten wird nach dem Ergebnis einer Sitzung des Erhaltungsausschusses schon am 26. Juni begonnen. Dadurch sind die in den Jahren 1984 bis 1988 getätigten Investitionen nicht umsonst gewesen. Damals wurden der südöstliche und südwestliche Teil des Turmes renoviert.
Entgegen dem ursprünglichen Plan, ein Dach zu errichten oder eine Betondecke als oberen Abschluss einzuziehen, soll nun im Inneren des Turmes anstelle des bestehenden Holzgerüstes ein Stahlgerüst errichtet werden, sofern die Finanzierung hiefür ausreicht. Damit wäre auch die natürliche Belichtung im Inneren des Turmes gegeben.
Das "Kerschbaumer Schlößl", wie die Ruine im Volksmund genannt wird, stellt mit seiner einzigartigen Lage am Kamm der Schlögener Donauschlinge ein Juwel dar. Georg Stradiot ermöglichte es als Besitzer mit einer langfristigen Verpachtung der Ruine an die Gemeinde Hofkirchen, dass die Erhaltungsmaßnahmen weiter betrieben werden können.