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Ortsschef Engeleder: Ich bin ein durch und durch positiver Mensch

An einem Strang, und das vor allem in die gleiche Richtung, ziehen die Gemeindeväter aus St. Stefan am Walde. Ein Umstand, auf den Bürgermeister Franz Engleder, seit 1991 erster Bürger der kleinen Mühlviertler Gemeinde, besonders stolz ist.

ST. STEFAN/WALDE. Die Möglichkeit, aktiv mitzuarbeiten und mitzugestalten war die Triebfeder für Franz Engleder, sich bereits früh politisch zu engagieren. Seit 1967 im Gemeinderat seiner Heimatgemeinde St. Stefan tätig, übernahm er 1991 das Bürgermeisteramt. Eine nicht ganz einfache Entscheidung: "Wenn man dieses Amt übernimmt, muss man dazu stehen, denn es beeinträchtigt natürlich die Lebensqualität", so Engleder. Und weiter: "Aber inzwischen bin ich sehr gerne Bürgermeister." Als Leiter der Raiffeisenbank Helfenberg kann er sich Termine leicht einteilen und ist dadurch natürlich flexibler als andere. Seine Philosophie, "unangenehme Dinge werden zuerst erledigt und es gibt für alles einen Ausweg", hilft Engleder immer wieder bei schwierigen Aufgaben. Doch ein "Sesselkleber" sei er nicht, betont der 60-jährige lächelnd. "Eine weitere Periode werde ich nicht machen, denn man muss den Jüngeren die Chance der Entfaltung und Gestaltung geben."

Bis 2003 plant der Ortschef noch den Bau eines neuen Feuerwehrhauses, eines Musikheimes, die Fertigstellung des Bauhofs und der Bücherei und den Ankauf eines Feuerwehrautos.

Mehr Zeit für die Familie sehr wichtig

Seine spärliche Freizeit verbringt der bekennende Familienmensch am liebsten mit Gattin Gertrud und seinen acht Kindern. "Vier Buben und vier Mädchen, alle acht bereits erwachsen", erzählt er stolz und fügt gleich hinzu: "Wenn meine Frau und ich noch einmal anfangen würden, wir würden es wieder so machen..." Bei soviel Einsatz und Familie bleibt naturgemäß nur wenig Zeit für Hobbys. Die hebt sich Franz Engleder für später auf - dann möchte er mit seiner Gertrud Österreich erkunden.

 

Quelle: Bezirksmagazin, erschienen am 29.6.2000
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