(Dies ist ein humoristischer Beitrag mit realem Hintergrund!)
Bürgermeister Johann Moser aus Pfarrkirchen i.M. legt sehr viel Wert auf gute Zusammenarbeit und mildes Klima in der Gemeindestube. Zur Festigung des Ersteren und zur Erlangung des Zweiteren lud er kurz entschlossen alle Gemeinderäte und die Gemeindebediensteten, ja sogar die FreundInnen und EhegattInnen derselben zusammen und fuhr mit Ihnen in einem modernen Reisebus ins nahe und sonnige Niederösterreich. Die zuerst nur Eingeladenen und später dann auch ziemlich Vollgeladenen belegten den Reisebus derart wild, daß nicht einmal für den Lenker ein Platz freizubleiben schien!
Der (her)umsichtige Bürgermeister löste das Problem in Kürze; er trennte eine auf dem zuletzt belegten Doppelsitz beginnende innige Männer-Notpartnerschaft zwischen Hauptschuldirektor Markus Gusenleitner und dem frischgebackenen Simon-Petrus-Vater Amtsleiter Leopold Mairhofer mit Durchschlagskraft und großer Weisheit. So konnten schnell alle Platzprobleme gelöst werden.
Der Ausflug war in vollem Gange und die Stimmung schien schon am Höhepunkt angelangt, als des Schicksals unbestechliche Härte mit voller Wucht auf die lustige Reisegruppe niederdonnerte: Der Motor des fahrenden Untersatzes versagte seinen Dienst. Ein Hitzestau brachte die vermeintlich in unendlicher Zahl vorhanden scheinenden Pferdestärken zum Erliegen.
Doch alles Schlechte hat meist auch ein Gutes: Der Busmotor versagte seinen Dienst unmittelbar vor dem Kellertor eines mostreichen niederösterreichischen Feuerwehrkommandanten. Dieser erkannte sofort - "Geteiltes Leid ist geteilte Freud!" Die sich vom ersten Schrecken erholende Gemeindeabordnung ließ sich ohne großen Widerstand vom anfänglich fremden Feuerwehrkommandanten in die Abgründe des unterennsischen Mostkellers lotsen und verfiel bald in rauschende Glücksgefühle.
Nur zwei behielten einen kühlen Kopf: Der pflichtbewußte, immer vorausdenkende Bürgermeister Moser und der Buslenker. Der Eine beschlagnahmte in aller gebotenen Eile einen zweisitzig scheinenden Schubkarren, damit er nötigenfalls die nicht mehr von der Stelle weichen wollende Reisegruppe mit seiner ihm verliehenen Amtskraft per pedes und per Schubkarren ans so nahe Reiseziel weiterbringen konnte. Der zweite kühle (weil kahle) Kopf wollte den köstlichen Most aus den praktischen waldviertlerischen Trinkgefäßen lieber in den heißgewordenen Kühler füllen, damit der fleißige Bürgermeister nicht infolge einer Überanstrengung selbst in den beschlagnahmten Schubkarren niedersinken mußte.
Wie so oft nahm doch noch alles sein frohes Ende. Die ohnehin schon viel besungene gute Zusammenarbeit in der Pfarrkirchner Gemeindestube wurde stark gefestigt und das milde Klima des unterennsischen Bundeslandes mit nach Pfarrkirchen genommen.
Ein herzliches Dankeschön an den Pfarrkirchner Bürgermeister von einem sehr erfreuten Ausflugsteilnehmer sei mit diesem Artikel ausgesprochen! Hoffentlich fahren wir bald wieder gemeinsam auf Reisen!
PS: Der geviffte Buslenker wünscht sich nachträglich zu seinem vor kurzem gefeierten 40. Geburtstag ein großes Keilriemenset - damit ihm sein Arbeitsplatz in Zukunft nicht mehr von einem schubkarrenkundigen Bürgermeister strittig gemacht werden kann!