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Mühlviertler Mädchen beim Altkanzler Dr.Klaus

Ein Wiedersehen der besonderen Art gabs zwischen 8 "Mühlviertler Mädchen" und dem Altkanzler Dr.Klaus in Wien


Die Putzleinsdorfer Mädchen im Jahr 1966, alle im Dirndl, mit Dr. Klaus und Betreuerin Frl. Lotte aus Wien - die "Mädchen" heute: Martha Berger (Leitner), Putzleinsdorf; Gertraud Bumberger (Höglinger), Pfarrkirchen; Veronika Stadler (Kriegner), Oberkappel; Marianne Dikany, Putzleinsdorf; Maria Rachinger, Linz; Dr. Klaus; Hermine Trautendorfer (Höretseder) Altenfelden; Hilde Eder (Arnreiter) Peilstein; Martha Hackl (Altenhofer), Hofkirchen und Rupert Höglinger, Lembach.
OBERKAPPEL: "Es war super!" "Traumhaft!" "So schön hab ich mir das nicht vorgestellt!"

Diese Begeisterungsausbrüche waren von den acht Mühlviertler Damen und ihrem Chauffeur zu hören, die am 31. August Gäste des ehemaligen Bundeskanzlers Dr. Klaus bei der Feier anlässlich seines 90. Geburtstages im Bundeskanzleramt in Wien waren.

Dazu kurz die Vorgeschichte:
Es war im Jahr 1966, die Nationalratswahlen standen kurz bevor. Vier Mädchen aus Putzleinsdorf - "Politikverdrossenheit" war für sie kein Thema - waren vom damaligen Kandidaten der ÖVP Dr. Josef Klaus so begeistert, dass sie für seinen Wahlsieg sogar ins "Bründl" wallfahren gingen! Umso größer war natürlich die Freude, als Dr. Klaus sogar die absolute Mehrheit für die ÖVP einfahren konnte. In ihrem jugendlichen Überschwang verfassten die vier einen Gratulationsbrief an Dr. Klaus, in dem sie ganz leise den Wunsch anklingen ließen, den Bundeskanzler einmal persönlich zu treffen. Kurz darauf erfolgte über den ahnungslosen Herrn Pfarrer die Einladung an seine vier "Fans" mit weiteren vier Mädchen mit einem Kleinbus nach Wien zu kommen. Und so verbrachten die acht Mädchen drei unvergessliche Tage in Wien, deren Höhepunkt natürlich der kurze aber sehr herzliche Empfang beim Bundeskanzler Dr. Josef Klaus - von den Putzleinsdorferinnen seit damals nur mehr liebevoll "Pepi-Onkel" genannt - war. Dr. Alois Mock war übrigens als sein Sekretär bei diesem Empfang dabei.

Diese Begegnung wurde durch einen Bericht im "Volksblatt", der anlässlich des 90. Geburtstages von Dr. Klaus erschien, dem Jubilar wieder in Erinnerung gerufen, worauf er spontan den Wunsch äußerte "Ich möchte die "Mädchen" aus Putzleinsdorf noch einmal wiedersehen!" Viele Telefonate waren nötig, bis die 8 "Mädchen" die heute in verschiedenen Orten verstreut und zum Teil schon Omis sind und der Chauffeur von "damals" ausfindig gemacht und für die Fahrt mobilisiert waren.

Am Donnestag, 31. August um 10.15 war der Beginn der Feierlichkeit angesetzt. Überpünktlich kamen sie vor dem Bundeskanzleramt an. Beim Anblick der Prominenten, die da anmarschierten, bekamen sie ein flaues Gefühl im Magen und zittrige Knie und das Gefühl, ob sie nicht doch ein bisschen fehl am Platze wären. Aber da hatten sie sich gründlich getäuscht! Schon beim Eingang begrüßte Frau Rauch-Kallat die acht Damen und den einen Herrn und versicherte: "Sie werden sehen, er freut sich riesig über eurer Kommen!" Und wirklich: Dr. Klaus erwähnte in seiner Begrüßung die "lieben Gäste aus Oberösterreich" extra und gleich nach dem offiziellen Teil kam er mit den Worten "Hier sind meine Freunde gekommen!" auf die "Putzleinsdorferinnen" zu, wodurch diese auf einmal im Mittelpunkt standen und von allen Seiten mit Dr. Klaus fotografiert wurden.

Etliche der prominenten Gäste unterhielten sich anschließend mit ihnen und vermittelten ihnen das Gefühl, dass sie in die Geburtstagsfeier für Dr. Klaus, der sich abgesehen von einer leichten Gehbehinderung noch voller geistiger und körperlicher Frische erfreut, Wärme und Herzlichkeit eingebracht haben.

 

Quelle: Stadler Veronika, Oberkappel, erschienen am 13.9.2000
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