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Güterweg-Erhaltungsverband Rohrbach

Erhaltungsverband kümmert sich um ländliches Wegenetz - 1.750 km Güterwege werden betreut


Bürgermeister Franz Saxinger (links) mit Hofrat Dipl.-Ing. Gerhard Pichler
BEZIRK/KOLLERSCHLAG. Auf Anregung von Landeshauptmannstellvertreter Franz Hiesl haben sich im vergangenen Jahr sämtliche Gemeinden der Bezirke Rohrbach und Urfahr-Umgebung entschlossen, einen freiwilligen Gemeindeverband für die Erhaltung des ländlichen Wegeenetzes, kurz „Wegerhaltungsverband Oberes Mühlviertel“, zu bilden.

Obmann ist der Kollerschlager Bürgermeister Franz Saxinger. Grundsätzlich kümmert sich der Verband um die Finanzierung und Ausführung der Erhaltung des bestehenden Güterwegenetzes im ländlichen Raum. In den Aufgabenbereich von Geschäftsführer Ing. Thomas Lang fällt insbesondere die Betreuung von derzeit rund 1.750 Kilometer Güterwegen in 69 Gemeinden.

Im Rahmen der Instandhaltung werden Fahrbahnschäden wie Risse und Verdrückungen behoben und Bankette, Straßengräben, Entwässerungsanlagen und Leiteinrichtungen gewartet. Daneben werden bei der Instandsetzung ganze Wege generalsaniert. Weiters zählt auch die Beseitigung von Katastrophenschäden zu den Aufgaben des Verbandes.

Zum Jahresbudget von 64 Millionen Schilling steuert das Bauressort des Landes Oberösterreich unter Landeshauptmannstellvertreter Franz Hiesl 38 Millionen bei. Die restlichen 26 Millionen Schilling werden von den Gemeinden – teilweise mit Bedarfszuweisungsmitteln der Gemeindeabteilung – aufgebracht. In diesem Jahr wurden bereits Teilstrecken von 32 Güterwegen instandgesetzt und auf etwa 260 Güterwegen wurden Instandhaltungsarbeiten durchgeführt.

HAM S‘ SCHO G’HERT?

KOLLERSCHLAG. Seit 1996 wurden in der Gemeinde über 11 Millionen Schilling in den Wegebau investiert. Für etwa ein Drittel der Kosten kommt dabei die Gemeinde auf, der Rest wird aus Interessentenbeiträgen und vor allem durch Landesmittel aufgebracht. Als kleines Dankeschön für diese kräftige finanzielle Unterstützung seitens des Landes sollte im Anschluss an die feierliche Eröffnung von verschiedenen Straßenbauprojekten am 22. September an Landeshauptmannstellvertreter Franz Hiesl ein „Kollaschläga Zega“ überreicht werden. Dieser Souvenir- und Geschenkartikel aus alter, grober Leinwand wird in Handarbeit in den verschiedensten Ausführungen hergestellt und erfreut sich, gefüllt mit heimischen Spezialitäten, mittlerweile immer größerer Beliebtheit.

Doch im Trubel der Eröffnungsfeierlichkeiten hat Bürgermeister Franz Saxinger schlichtweg die Übergabe an den hohen Gast aus Linz „verschwitzt“. Als der bedauerliche Irrtum bemerkt wurde, war jedoch mit Hofrat Dipl.-Ing. Gerhard Pichler seines Zeichens Leiter der Güterwegabteilung des Landes und gebürtiger Kollerschlager, schnell ein angemessener Ersatz für den Landesrat gefunden. Der oberste Güterwegbauer freute sich dann auch riesig über das originelle Geschenk. Wer weiß, vielleicht lädt er ja seinen Chef dazu ein, gemeinsam mit ihm den „Zega“ bei einer zünftigen Brotzeit zu leeren!

 

Quelle: Gemeinde Kollerschlag, erschienen am 1.10.2000
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