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Nationalratswahl 1999 - Mühlviertler Ergebnisse

ROHRBACH/URFAHR. "Wahnsinn, mit einem derartigen Ergebnis habe ich nie und nimmer gerechnet" jubelte der Mühlviertler FP-Spitzenkandidat Rüdiger Schender am Sonntag-Abend im Landes-Wahlzentrum im Linzer-Ursulinenhof, als er für das BEZIRKSMAGAZIN mit Landeschef Hans Achatz für ein Siegerfoto posierte. Mit 20,57 Prozent übersprangen die Blauen im Mühlviertel erstmals die 20 Prozent-Marke, was Schender als "Traumergebnis" bezeichnete. Mit diesem Erfolg ist der Einzug des Puchenauers in das Hohe Haus in Wien sicher, wo er dem Feldkirchner Josef Meisinger nachfolgen wird.

Auch im Bezirk Rohrbach hatte die FP Grund zur Freude: Hier wurden ebenfalls die 20 Prozent deutlich überschritten. Absolute FP-Hochburg war dabei Altenfelden, wo die FPÖ die relative Mehrheit gegenüber der ÖVP nur um 25 Stimmen verfehlten. "Super, ich bin sehr zufrieden. Wenn wir so weiter arbeiten, können wir nächstes Mal vor der SPÖ landen" freute sich FP-Bezirkschef Wolfgang Forstner über das Rohrbacher Ergebnis.

Jubel auch bei den Grünen

Weniger euphorisch, aber auch sehr zufrieden, zeigten sich die Grünen: Landeschef Rudi Anschober sprach von einem "historischen Tag und einem klaren Sieg grüner Ideen". Im Mühlviertel brachten es die Grünen insgesamt auf 6,69 Prozent, landesweit konnten sie exakt 7 Prozent für sich verbuchen. Neben den Stadtrandgemeinden im Bezirk Urfahr konnten sie dabei auch im Bezirk Rohrbach kräftig punkten, wo sie nun etwa in der Bezirkshauptstadt bei stattlichen 10,97 % halten.

Gemischte Gefühle bei der Volkspartei

Bei der Volkspartei wusste man am Wahlabend nicht so recht, ob man lachen oder weinen sollte: Einerseits gelang mit einem weitgehenden Halten des Ergebnisses der Wahlen 95 ein im Hinblick auf die katastrophalen Umfragedaten respektables Ergebnis, andererseits saß der Schreck über das bundesweite Abrutschen auf den dritten Platz hinter der FP doch gehörig in den Gliedern. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer zeigte sich mit dem oberösterreichischen Ergebnis (28,67 %) zufrieden, im Bund gäbe es - so der VP-Landeschef - angesichts des dritten Platzes am angekündigten Gang in die Opposition keinen Zweifel. Für die ÖVP Urfahr-Umgebung betonte Bezirkschef LAbg. Arnold Weixelbaumer, mit dem Ergebnis (-1,72%) "leben zu können", namens der Rohrbacher Schwarzen freute sich LAbg. Gerhard Tusek, "dass es gelungen sei, die VP-Hochburg Rohrbach weiter zu halten." Im Bezirk Rohrbach erzielte die Volkspartei ihr bestes Ergebnis übrigens in Neufelden (+3,01%), die schwersten Verluste (-7,18%) musste man in St. Johann am Wimberg hinnehmen.

Niedergeschlagenheit bei den Sozialdemokraten

Wenig Grund zum Feiern hatten am Sonntag die Liberalen und die Sozialdemokraten: Während das LIF im Mühlviertel mit insgesamt 1,97 % vollends in die politische Bedeutungslosigkeit versank, musste die SPÖ auch in unserer Region eine kräftige Niederlage hinnehmen. SP-Landeschef Erich Haider sprach von einer "deutlichen Niederlage", man habe die Ziele der Sozialdemokratie den Wählern zuwenig vermitteln können. Für den Rohrbacher SP-Chef Bundesrat Johann Kraml sind die Verluste ebenfalls "schmerzlich", man lasse sich dadurch aber nicht entmutigen: "Morgen beginnt die Arbeit für den nächsten Wahlgang, wir werden versuchen, es nächstes Mal besser zu machen" erklärte er gegenüber dem BEZIRKSMAGAZIN. Besonders schwer erwischte es die Sozialdemokraten in Helfenberg, Aigen, Klaffer und Ulrichsberg, wo Verluste jenseits der 5-Prozentmarke hingenommen werden mussten.

 

Quelle: Bezirksmagazin - Von Bernhard Haudum und Volker Weibold, erschienen am 5.10.1999
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