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Kaufkraftabflüsse im Bezirk erheblich gesunken

Wirtschaft: Einkauf in der Region erfreut sich großer Beliebtheit

ROHRBACH UND URFAHR. Für die heimische Wirtschaft zeichnet sich ein positiver Trend ab: Die Kaufkraftabflüsse nach Deutschland und Tschechien sind in den vergangenen Monaten um ein Vielfaches gesunken. Hauptgrund dafür: Zahlreiche Schwerpunktaktionen der regionalen Wirtschaft und Einkauf als Erlebnis, der vielerorts bereits geboten wird.

Generell scheint sich die oberösterreichische Wirtschaft zu erholen, der Kaufkraftabfluss ins Ausland und in die Zentralräume sinkt. Laut einer Studie der "PGM Marktforschung". Das Ergebnis: Die Kaufkraftabflüsse nach Deutschland sanken im vergangenen Jahr um fünf Prozent, in Richtung Tschechien um 14,6 Prozent.

Hauptursachen für den Kaufkraftabfluss in Richtung Ausland sind, so die Experten der Wirtschaftskammer, nach wie vor günstigere Bekleidung, Zigaretten und Lebensmittel.

Rohrbach attraktivieren

Erfreut über den positiven Trend zeigt sich Rohrbachs Wirtschaftskammer-Bezirkschef Mag. Klaus Grad: "Der Standort Rohrbach soll vor allem für Betriebsansiedelungen attraktiver gemacht, für bereits bestehende Betriebe ein Unternehmensentwicklungsprogramm eingeführt werden", so Grad.

Die Kaufkraft im Bezirk Rohrbach ist seit 1993 auf 2,3 Milliarden gestiegen, für den WK-Bezirksstellenleiter ein positives Zeichen.

UU setzt auf´s "GUUTE"

Ein ähnliches positives Szenario spielt sich im Bezirk Urfahr-Umgebung ab. Mit knapp fünf Milliarden Schilling Kaufkraft hat Urfahr oberösterreichweit das höchste Kaufkraftpotential. "Leider haben wir aber auch mit einem sehr hohen Kaufkraftabfluss zu kämpfen", weiß Dr. Franz Tauber, Bezirksstellenleiter der WK Urfahr-Umgebung. Knapp 2,4 Milliarden Schilling fließen nach Linz und nach Tschechien.

"In den vergangenen drei Jahren haben wir es geschafft, diesen Abfluss um drei Prozent zu minimieren", sagt Tauber. Aktionen wie die Regionalmarke "...denn das GUUTE liegt so nah" und der "GUUTE"-Messe hätten zur Bewusstseinsbildung der Menschen im Bezirk beigetragen, so Tauber weiter.

Trotz der schlechten Wirtschaftssituation noch vor zehn Jahren hat sich die Region gemausert, sind sich Grad und Tauber einig. Bewusstseinsbildung und die Schaffung attraktiver Wirtschaftsstandorte in beiden Bezirken seien daher auch weiterhin ein absolutes Muss.

Nur so könne man Trends wie dem Online-Shopping entgegentreten und die regionale Wertschöpfung auf Dauer sichern. -ap-

 

Quelle: Bezirksmagazin, erschienen am 16.10.2000
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