Ungewöhnliche Reise nach Paris: Mit einem Steyrer-Traktor, Baujahr 1953, brachen der Sarleinsbacher Max Prokesch und Ewald
Wurm aus Julbach vor kurzem nach Paris auf. Jetzt kehrten die beiden Weltenbummler wieder zurück ins Mühlviertel.
SARLEINSBACH/JULBACH. 1.200 km legten die beiden Abenteurer in den neun Tagen ihrer Reise zurück, 80 Liter Diesel wurden
dabei verbraucht. "Die Autobahn oder schnelle Straßen kamen für uns als Reiseroute nicht in Frage", erzählt Max Prokesch, "deshalb
zogen wir einfach mit dem Lineal einen geraden Strich auf der Landkarte. Wir sind dann in leichtem Zickzack auf meist kleineren
Straßen gefahren." Täglich kutschierten die beiden Mühlviertler sechs bis acht Stunden mit 20 km/h durch die abwechslungsreiche
Landschaft.
Probleme während der Tour gab es - außer einem Reifenplatzer in Passau und morgendlichen Startschwierigkeiten - nicht. "Wir wurden
überall mit großem Interesse empfangen und es war leicht, mit den Menschen in Kontakt zu kommen", erinnert sich Prokesch,
unterhalten hätten sie sich in Deutsch, Englisch, Französisch und der Zeichensprache. In der Metropole angekommen, sorgten die beiden
"Verrückten" mit ihrem ungewöhnlichen Gefährt naturgemäß wieder für Aufsehen, "die Passanten fotografierten uns und sahen uns mit
grinsendem Gesicht nach." Der 40-jährige Sarleinsbacher weiter: "Als wir dann am 9. Reisetag mit dem Traktor um 19 Uhr abends neben
dem beleuchteten Eiffelturm standen, war das schon ein sehr bewegender Moment." Als letztes Reiseziel stand die Fa. Case - dem
"Stiefvater" des Traktors - auf dem Programm, ehe es wieder heimwärts ging.
"Diese Reise war für uns sehr erholsam, interessant und sehr bewegend - und es wird sicherlich nicht unsere letzte gewesen sein," so
Prokesch abschließend.