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Wegscheid: Ärzte drohen mit Unterschriftenaktion

Gebietskrankenkasse kündigt den Vertrag mit den dem Krankenhaus Wegscheid

BEZIRK/KOLLERSCHLAG. Vor wenigen Wochen teilte die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse den Gemeindeärzten in einem lapidaren Schreiben mit, dass mit 1. Jänner 2001 der Vertrag mit dem Krankenhaus Wegscheid in Bayern gekündigt wird.

Für die Bewohner der Grenzgemeinden handelt es sich dabei um eine massive Einschränkung in der ärztlichen Nahversorgung. Schließlich werden im Schnitt pro Jahr 120 bis 150 Patienten aus Österreich im Krankenhaus Wegscheid stationär betreut. Daneben fallen im gleichen Zeitraum etwa 500 bis 600 physiotherapeutische Behandlungen an.

Grund genüg für Bürgermeister Franz Saxinger den stellvertretenden Direktor der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse, Herrn Mag. DDr. Oskar Meggeneder, zu einer Besprechung mit den betroffenen Grenzbürgermeistern, Gemeindeärzten und Vertretern des Krankenhauses Wegscheid einzuladen.

Herr Verwaltungsdirektor Geiger vom Krankenhaus Wegscheid erläuterte dabei, dass die OÖ Gebietskrankenkasse zur Zeit etwa nur die Hälfte des Pflegesatzes der deutschen Krankenkassen pro Patienten zu zahlen bereit ist. Trotzdem sind österreichische Patienten im dortigen Krankenhaus gern gesehen. Und das nicht zuletzt deshalb, weil das Krankenhaus 22 Österreicherinnen, das sind etwa 1/6 des gesamten Personalstandes und etwa 1/3 der Pflegeschwestern, beschäftigt.

Während die Bürgermeister auf die traditionell gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit hinwiesen und die Gemeindeärzte Dr. Josef Leitner aus Kollerschlag und Dr. Helmut Kautz aus Julbach – ohne dabei die Leistungen des Landeskrankenhauses Rohrbach zu schmälern – die exzellente ärztliche Behandlung und die kurzen Wartezeiten im Krankenhaus Wegscheid lobten, machte DDr. Meggeneder rein wirtschaftliche Gesichtspunkte für die Vertragskündigung verantwortlich.

Er sprach von einem Einsparungspotential von etwa 5,1 Millionen Schilling, dem die Krankenhausvertreter jedoch maximal die Hälfte dieser Summe entgegenhielten. Während sich DDr. Meggeneder in der Frage der stationären Behandlung auch nach längerer Diskussion unnachgiebig zeigte, kann er sich bei der Physiotherapie im weiteren Dialog mit den Ärzten doch eine Kompromisslösung vorstellen.

Nicht damit zufrieden geben wollen sich jedoch die betroffenen Bürgermeister und Gemeindeärzte. Sie kündigten Vorsprachen beim Land Oberösterreich und – wenn notwendig – eine Unterschriften-Aktion gegen dieses ihrer Meinung nach inakzeptable Vorgehen der Gebietskrankenkasse an.

 

Quelle: Gemeinde Kollerschlag, erschienen am 11.11.2000
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