Von Volker Weihbold
KOLLERSCHLAG/BEZIRKE. Nach dem erneuten Auftauchen von BSE-Fällen in Deutschland bangen die
heimischen Landwirte um Umsatzeinbußen durch verunsicherte Kunden. Neben einem generellen Importverbot für
Rindfleisch aus dem Ausland setzen die Bauern der Region voll auf Qualität.
"Schon alleine durch die ständigen Kontrollen der AMA-Inspektoren und den strengen Sicherheitsvorschriften ist BSE bei
uns auszuschließen", sagt der Landwirt Georg Ecker aus Haselbach bei Kollerschlag. Seit mehr als zehn Jahren sei die
Tiermehlverfütterung an Fleckvieh in Österreich verboten, die Sicherheitsbestimmungen die strengsten der gesamten EU. Er
selbst besitzt knapp 70 Rinder und lebt seit mehr als 20 Jahren von seinen Tieren. Durch die erneut aufgeflammte
Diskussion um BSE-verseuchtes Rindfleisch büßt auch er tausende Schilling durch den abrupten Preisverfall ein. Ecker ist
kein Einzelfall, hunderten Landwirten der Region ergehe es ähnlich. Sorgen brauchen sich die heimischen Konsumenten
indes überhaupt keine machen, versichert der 40-jährige Familienvater.
"Durch das AMA-Gütesiegel kann das verpackte Fleisch bis zum Stallplatz des Tieres zurückverfolgt werden, die Tiere
werden innerhalb ihrer ersten drei Lebenstage gekennzeichnet und auf einer Datenbank gespeichert", erklärt Ecker. Er hofft,
dass die Auswirkungen, die der BSE-Skandal in Deutschland ausgelöst hat, wieder abklingen. Durch die artgerechte
Haltung und Fütterung der Tiere "ist in Österreich wirklich nichts zu befürchten", richtet der Landwirt einen Appell an die
Konsumenten.