NEBELBERG: Nach zehn Jahren stand in Nebelberg wieder das Raunachtsingen am Programm. Veranstaltet wurde diese zweitägige Brauchtumsveranstaltung von der Freiw. Feuerwehr Nebelberg, unter der Führung von Kommandant Josef Pfeil. Bereits im November musste mit den umfangreichen Vorbereitungsarbeiten begonnen werden. Für die Ausbildung der Darsteller war Ehrenkommandant Johann List, der selber schon einige Male als Darsteller mitwirkte, verantwortlich.
Die Spieler wurden an beiden Tagen auf eine harte Probe gestellt. Wurde das Spektakel am ersten Tag, beim sog. "Verschreien", bei 104 Häusern aufgeführt, so waren es beim zweiten Tag, beim eigentlichen Singen, 41 Häuser, wo gesungen wurde.
Diese Strapazen wurden aber durch den enormen Besucherandrang belohnt. Alle Bauernstuben waren überfüllt. Besucher aus nah und fern, ja sogar aus Köln, Mönchen-Gladbach und der Schweiz, waren angereist, um dieses Spektakel mitzuerleben. Unter ihnen auch sehr viele Prominente, angefangen von Politik und Wirtschaft bis hin zu Künstlern.
Auch das Medieninteresse war enorm groß. Vertreter von Fernsehen, Rundfunk und Printmedien waren vertreten und verfolgten mit Begeisterung dieses Brauchtum.
Die absoluten Höhepunkte stellten die Ortschaften Nebelberg und Heinrichsberg, wo das Raunachtspiel im Freien bzw. in der Halle aufgeführt wurde. Mehr als tausend Besucher konnten hier gezählt werden.
Feuerwehrkommandant Josef Pfeil zeigte sich mit dem Ablauf dieser Brauchtumsveranstaltung mehr als zufrieden und bedankte sich bei allen Mitwirkenden für die geleistete Arbeit. Als Dankeschön wird am 20.1.2001 beim Gasthaus Jagawirt ein Raunachtabschluss stattfinden, wo alle Mitwirkenden und Helfer vom Veranstalter zu Speis und Trank eingeladen werden.
Für das Raunachtsingen wurde auch eine eigene Homepage eingerichtet. Zweitausend User haben sich seit November auf dieser Website über diese Veranstaltung informiert. Derzeit steht ihnen unter www.rauhnachtsingen.at.gs eine Fotoschau sowie eine Nachbetrachtung zur Verfügung.