Achtung: die ReSI Plattform wurde mit Ende 2018 geschlossen. Hier klicken fuer mehr Informationen.

    Diese Seite dient nur mehr als Archiv für die Beitraege die in den letzten 22 Jahren gesammelt wurden.


ReSI Regionales Informationssystem
 NACHRICHTEN

ReSI Startseite
Regionales
Vermischtes
Leute
Sport
Kino
Was ist los?
Wirtschaft

Umwelt

Meist Gelesen
Meist Kommentiert
Meist Bewertet

Alte und neue News
im Archiv suchen.

 SERVICES

Aktuelles Wetter
Livebilder

 VEREIN ReSI

Infos über ReSI

  WICHTIGE LINKS

Wirtschaft
Tourismus
Vereine
Kultur


Mediathek
Nachhaltigkeit

Mitfahrbörse
fahrgemeinsam.at

Regionales-Vermischtes
Aufregung um Postzustellung im Bezirk

Briefe nur mehr in Ballungsräumen

WIEN/ROHRBACH. Abschied nehmen heißt es für tausende Oberösterreicher vom Briefträger, wenn ein Entwurf des Verkehrsministeriums Wirklichkeit wird. Demnach sollen nur mehr Briefe an Haushalte zugestellt werden, die sich in einem Umkreis von fünf Kilometern vom Postamt befinden.

In diesem Entwurf - festgeschrieben in der Post-Universaldienstverordnung § 3 Abs. 3 - heißt es, dass in Fällen, bei denen die Wegstrecke zu der "in der Anschrift genannten Adresse mehr als fünf Kilometer oder eine Gehstunde vom Zustellpostamt entfernt liegt, die Zustellung über Landabgabekasten erfolgen kann". In der Praxis würde dies bedeuten, dass der Briefträger die Post nicht mehr in den eigenen Briefkasten steckt, sondern eben in diesen Landabgabekasten. Dort müsste sich der Postkunde seine Briefe dann selbst abholen.

Gemeindebund protestiert

Für den Präsidenten des oberösterreichischen Gemeindebundes, Günter Pumberger, droht damit gerade auf dem Land eine massive Einschränkung der Postzustellung. Dieser Meinung schließt sich auch Bgm. Ing. Josef Moser seitens des Gemeindebundes Rohrbach an: "Sollte dieser Entwurf tatsächlich Realität werden, wäre das für den Bezirk Rohrbach eine mittlere Katastrophe. Die Bevölkerung hat ein Recht auf einen entsprechenden Service durch die Post, man kann nicht überall den Rotstift ansetzen!" Wobei sich Moser nicht generell gegen Veränderungen wehrt: "Wenn es bessere Modelle als die jetzt praktizierte Form der Postzustellung gibt - warum nicht. Man muss aber mit den betroffenen Regionen reden, in Wien kann man sich nicht vorstellen, was es heißt, in einem entlegenen Winkel des Landes zu leben" betont der Schlägler Ortschef in seiner Funktion als Sprecher der Rohrbacher Bürgermeister.

1.900 Zustellpostämter

Knackpunkt bei der ins Auge gefassten Fünf-Kilometer Bestimmung ist die Frage des Zustellpostamts. Derzeit gibt es mit 1.900 Zustellpostämtern österreichweit ein dichtes Netz. Dieses will die Post - wie mehrfach berichtet - aber in Zukunft auf 400 - 500 große Zustellbasen reduzieren. Für den Bezirk Rohrbach gibt es bereits Pläne für derartige Basen, offiziell sind dazu aber keine Auskünfte zu erhalten. Für den umstrittenen Entwurf des Verkehrsministerium werden bis 20. Februar noch weitere Stellungnahmen eingeholt. Dabei ist mit massivem Widerstand gegen die Pläne zu rechnen, Gemeindebund und die Postgewerkschaft haben bereits Proteste angekündigt.

 

Quelle: Bezirksmagazin, erschienen am 30.1.2001
Der Artikel wurde 399 mal gelesen   


SCHLAGZEILEN

 

© Regionales Informationssystem www.ReSI.at, ZVR-Zahl: 555296147