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Johanna Rachinger neue Nationalbibliothekchefin

Gebürtige Putzleinsdorferin ist neue Nationalbilbiothekchefin

PUTZLEINSDORF: Vor wenigen Tagen erst glückte ihr ein Clou: Der Carl Ueberreuter Verlag, dessen Geschäfte sie seit 1995 höchst erfolgreich führt, ging mit Carlsen eine Kooperation im Taschenbuchbereich ein. Die Ernte dieses Win-to-win-Deals einzufahren wird Johanna Rachinger aber anderen überlassen müssen.

Die attraktive Powerfrau, die jeden Blondinenwitz Lügen straft, wurde am Freitag als neue Generaldirektorin der Nationalbibliothek (ÖNB) vorgestellt. Der güldene Audienzsaal des Unterrichtsministeriums schien ob der glücklichen Entscheidung noch einen Tick mehr zu strahlen. Viel Zeit zum Plaudern blieb Johanna Rachinger nicht: Gleich im Anschluss hielt sie in der STANDARD-Zentrale einen Vortrag - zum Thema "Basiswissen für Autoren".

Als Kind der 60er wurde die aus Putzleinsdorf im Mühlviertel gebürtige Tochter eines Wirts über die Bücher von Astrid Lindgren sozialisiert, die sie sich in der Pfarrbibliothek auslieh. Und Pippi Langstrumpf war, wie die 41-Jährige erzählt, "eine starke Identifikationsfigur": Weil sie sich widersetzt - mit Erfolg.

Nach Abschluss der Handelsakademie ging die zweitjüngste von fünf Schwestern (einen Bruder gibt es auch noch) nach Wien, um Germanistik und Kunstgeschichte zu studieren. Ihre Verlagslaufbahn begann sie 1987 als Lektorin im kleinen Wiener Frauenverlag, wo sie überall "hineinschnüffeln" konnte - so auch in die Buchhaltung.

Erfahrung im Bibliothekswesen sammelte die designierte ÖNB-Chefin, die ihr Amt mit 1. Juni antritt, in Salzburg. Denn dort fungierte sie ab 1988 als Leiterin der Buchberatungsstelle des Österreichischen Bibliothekswerks und als Chefredakteurin der Büchereizeitschrift.

Vor nun genau zehn Jahren lernte sie ihren Mann, Buchmarketingchef Fritz Panzer, kennen - bei einer Besprechung über Bibliotheken im Unterrichtsministerium. Und so zog Rachinger wieder zurück nach Wien, um im Ueberreuter Verlag zunächst den Kinder- und Jugendbuchbereich zu betreuen. 1995 wurde sie zur Geschäftsführerin bestellt und gab - entgegen den Gepflogenheiten der Branche - die Devise aus: "Jedes Buch muss sich rechnen."

Dass ihre neue Aufgabe nicht gerade einfach werden würde, weiß sie: "Manche meinen, ich wäre noch zu jung für die Position. Aber ich bin durchsetzungsfähig, ich kann kämpfen. Man soll mich nicht unterschätzen!"

Ein sturer Workaholic ist die begeisterte Radfahrerin dennoch nicht. Statt im Mühl-ist sie nun zumindest am Wochenende im Weinviertel zu Hause und genießt gern einen edlen Tropfen (Blauburgunder, Grüner Veltliner). Weilt sie bei der Mutter, wünscht sie sich Erdäpfelnudeln mit Sauerkraut. Weil es die in Wien nicht gibt. Ach ja: Auch als ÖNB-Chefin wird sie für den STANDARD Vorträge halten.

 

Quelle: Der Standard - Thomas Trenkler, erschienen am 21.2.2001
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