WEIGETSCHLAG/BAD LEONFELDEN. Gewappnet für den Ernstfall: Nach der landesweiten Übung am
Grenzübergang in Wullowitz hat der Katastrophenhilfsdienst des Landes eine weitere Strahlenschutzübung in noch
größerem Umfang beschlossen.
Am 29. September wird diese am Grenzübergang Weigetschlag stattfinden, neben oberösterreichischen Einsatzkräften
werden auch bayrische und tschechische Delegationen erwartet. Sinn der großangelegten Übung ist die Vorbereitung für
einen eventuellen Strahlenschutzeinsatz an der oberösterreichisch-tschechischen Grenze.
Störfall im AKW Temelin
Behörden und Einsatzkräfte wappnen sich dabei für einen Störfall im Atomkraftwerk Temelin mit radioaktiver Strahlung. Ihre
Aufgaben liegen in der Personendekontamination in einer Bad Leonfeldner Schule sowie in der Sachdekontamination: Am
Grenzübergang werden von tschechischer Seite kommende Fahrzeuge überprüft und mit Hilfe von zwei speziellen
Deko-Strecken gereinigt. Außerdem werden im Übungsbereich Strahlenquellen ausgelegt, die von Spürtrupps am Boden -
Feuerwehr, Rotes Kreuz, Bundesheer und Gendarmerie - sowie von zwei Hubschraubern des Bundesheers und des
Innenministeriums aufgespürt werden müssen.
Umfassende Information über die richtigen Verhaltensmaßnahmen sowie Gefahren bei einem Strahlenschutzunfall gibt es
vom Zivilschutzverband. Dieser wird in Bad Leonfelden mit einem Stand vertreten sein.