NEBELBERG. Wenn ein(e) Österreicher(in) eine Lehrstelle in Bayern inne hat, muss er mit finanziellen Nachteilen leben. Absolviert ein Lehrling die Ausbildung in Österreich, hat er Anspruch auf einen Arbeitnehmerabsetzbetrag und dieser wird ihm auch als Negativsteuer (steuerliche Rückvergütung) mit einem Betrag von 110,-- Euro pro Jahr vom Finanzamt ausbezahlt. Nimmt ein Jugendlicher aus Österreich eine Lehrstelle in Deutschland an, wird ihm dieser Betrag von 110,-- pro Jahr nicht gewährt. Für einen Pendler nach Bayern wird der steuerliche Absetzbetrag als „Grenzgängerabsetzbetrag“ tituliert und dieser Absetzbetrag sieht eine steuerliche Rückvergütung (Negativsteuer) nicht vor.
Diese Ungerechtigkeit wurde beim Bürgersprechtag der ÖVP Nebelberg zu Tage geführt. Alleine in der kleinen Gemeinde Nebelberg sind sechs Jugendliche davon betroffen. Würde man alle betroffenen Lehrlinge von Schwarzenberg bis zum Bodensee in Vorarlberg und dies auf drei Lehrjahre hochrechnen, so dürfte es sich dabei um einen sechsstelligen Eurobetrag handeln! ÖVP-Bezirksparteiobmannstellvertreter Vbgm. Heinrich Pfoser: „Diese Benachteiligung der Grenzgänger gehört umgehend abgeschafft, zumal es sich bei Lehrlinge um einen Personenkreis handelt, der ein sehr niedriges Einkommen bezieht und jeden Cent gebrauchen kann. Wir haben bereits mit unserem Nationalrat Dr. Reinhold Mitterlehner Kontakt aufgenommen, um die nötigen Schritte einzuleiten.“ Weitere betroffene Lehrlinge können sich bei der Bezirksleitung der ÖVP unter der Telefonnummer 07289/8145 melden.