Die erste Halbzeit im Auswärtsspiel beim Zweitplatzierten ASKÖ Donau Linz war anfangs von Taktik und Abwarten geprägt, die etwas besseren Chancen hatte Rohrbach durch Johannes Kehrer (11. Min.) und Christoph Homolka (30.), während Donau zum ersten Mal nennenswert in der 30. Minute vor dem Rohrbacher Gehäuse auftauchte.
In der Schlussphase der 1. HZ. bekam dann aber das Spiel auf einmal Farbe. Johannes Kehrer wird in der 45. Minute von Albert Kuranda im Strafraum gefoult, der Täter sieht gelb, Schiedsrichter Rumpfhuber zeigt auf den Elfmeterpunkt und Milan Pribyl verwandelt souverän mit einem Schuss ins rechte Kreuzeck zum 1:0 für Union Wohnpoint Rohrbach/Berg.
Nur 1 Minute und 36 Sekunden später sieht Kuranda gelb/rot für ein weiteres Foul an Johannes Kehrer, damit war die Heimmannschaft auch zahlenmäßig geschwächt.
Der für dieses Foul verhängte Freistoss wurde von Ralph Turner ausgeführt und es fehlten nur Zentimeter zum 2:0.
Dieses 2:0 folgte aber 5 Minuten nach Wiederbeginn – nach schöner Vorarbeit von Dominik Stöbich, der am 16er zu Manuel Engleder aufspielte, ließ dieser dem ausgezeichneten Donau-Torhüter Klemens Schimpl mit einem Schuss in die rechte untere Ecke keine Chance.
Jetzt erkannten die Donauspieler den Ernst der Lage und das Spiel wurde engagierter und aggressiver geführt; nicht zuletzt beweisen dies 9 gelbe und eine gelb/rote Karte in diesem Spiel, wobei hier Donau mit 6 Karten eine Überlegenheit für sich verbuchte.
In der 68. Minute hatte Rohrbach/Berg noch Riesenglück, aber 3 Minuten später zeigte Martin Havel nach einem Freistoss von der rechten Seite und einem Stanglpass seine Torgefährlichkeit und verkürzte aus kurzer Distanz auf 1:2.
Wieder 2 Minuten später verhinderte TH Kerl bei einem Schuss von Hrbek mit einem tollen Reflex den möglichen Ausgleichstreffer.
Im Gegenzug entwickelte sich ein perfekt vorgetragener Konterangriff der Rohrbacher – Christoph Homolka brachte nach einem Lauf über das halbe Feld Dominik Stöbich in gute Schussposition – TH Schimpl konnte noch abwehren, doch den zurückkommenden Ball setzt Johannes Kehrer vom 16er zum 3:1 für Union Wohnpoint Rohrbach/Berg in die Maschen.
Vier Minuten später (78.) verkürzte Willi Dibold nach Vorarbeit von Havel auf 2:3, nachdem er im ersten Schussversuch noch die linke Stange getroffen hatte, den Abpraller aber dann über die Torlinie brachte.
In der 83. Minute gab es dann eine Szene für die „Sport-Hoppalas“ – Donauspieler Havel konnte an der Seitenoutlinie nicht mehr abbremsen und stürzte in die Auswechselbank der Rohrbacher, wobei er Trainer Franz Lanzerstorfer selbst von der Bank stieß. Gott sei Dank blieben die Beteiligten ohne gravierende Schrammen.
In der Schlussphase drückte Donau noch auf den Ausgleichstreffer, doch Rohrbach/Berg überstand auch die fast 5 Minute dauernde „Überzeit“ ohne weiteren Gegentreffer und übergab mit diesen 3 nicht ganz erwarteten Punkten die „rote Laterne“ an SV Gmunden, dem Gegner in der kommenden vorgezogenen Runde des letzten Spieltages.
Rohrbach/Berg hat in den noch ausstehenden 5 Runden mit Ausnahme von Bad Schallerbach nur mehr Mannschaften zum Gegner, die ebenfalls gegen den Abstieg kämpfen.
Wie viele Mannschaften aus der OÖ-Liga absteigen werden ist ungewisser denn je – einerseits droht die Rückkehr von mindestens 3, wenn nicht gar 4 Mannschaften, aus der Regionalliga, andererseits gibt es Bestrebungen von mehreren Vereinen, die OÖ-Liga auf 16 Mannschaften aufzustocken.
In den nächsten beiden Spielen gegen Gmunden (Mittwoch, 18.15 Uhr) und Bad Schallerbach (Samstag, 17.00 Uhr) sind 6 Punkte Pflicht und nach der in Linz gezeigten Leistung sind diese durchaus auch realisierbar!