Vor rund 400 Zuschauer kamen die Zuschauer im Spitzenspiel der 18. Runde der 1. Landesliga trotz nur eines Treffers auf ihre Rechnung.
Spannung pur bis zur letzten Sekunde, Chancen hüben wie drüben und Entscheidungen, die auch noch lange nach dem Spiel für Diskussionsstoff sorgten.
Union Rohrbach/Berg bestimmte das Spiel, verabsäumte es aber schon früher, die Begegnung gegen den Tabellenzweiten für sich zu entscheiden.
Und so wurde es erst in der Nachspielzeit richtig spannend. Zuerst landete in der 91. Minute ein Freistoßball von Herbert Zach aus 17m nur an der linken Stange. Zwei Minuten später Glück für die Heimmannschaft, dass der Schiedsrichter eine Behinderung eines Gegenspielers im Strafraum von Rohrbach nicht als elfmeterreifes Vergehen gesehen hatte. Und praktisch mit dem letzten Aufbäumen erzielte Manuel Engleder in der 97. Minute per Kopf den Siegestreffer, die Vorarbeit dazu hatte Dietmar Schuster aus einem Freistoß geleistet.
Damit jubelte Union Rohrbach/Berg über den nicht mehr erwarteten Vorstoß auf den 2. Tabellenplatz und den Innviertlern war der Frust über die Niederlage sehr deutlich anzusehen.
Zum Spielbericht im Detail:
In der 18. Minute hatte Ranshofen die 1. große Chance in diesem Spiel, doch Stefan Hofer im Rohrbacher Gehäuse konnte klären. In der 40. Minute sah TH Stefan Hofer die gelbe Karte für ein Foulspiel ca. 25 m vor Tor - bei sehr strenger Auslegung hätte es der Schiedsrichter durchaus auch als Torraub sehen können und damit anstatt gelb rot ziehen müssen. Mit 0:0 wurden die Seiten gewechselt.
Union Rohrbach/Berg begann in der 2. Hälfte mit noch mehr Druck und so ergaben sich immer mehr Chancen auf ein Tor. In der 52. Minute konnte die Ranshofner Hintermannschaft eine gute Chance für Rohrbach vereiteln. In der 54. Minute hatte Manuel Engleder mit einem Kopfball aus 11 Metern seinen ersten großen Auftritt, doch der Innviertler Torhüter Alexander Mak konnte noch vor der Torlinie den Ball festhalten. Nur eine Minute später prüfte erneut Manuel Engleder mit einem Schuss aus rund 25m TH Mak, doch dieser war wiederum auf dem Posten. In der 58. Minute vergab Dirnaichner eine Riesenchance für Ranshofen, er lief alleine auf das Rohrbacher Tor zu, doch vom 11er schoss er hoch über das Tor.
In weiterer Folge war das Spiel eher ausgeglichen, es gab Chancen (in 65. und 75. Minute für Rohrbach; in 71. und 82. Minute für Ranshofen) auf beiden Seiten, die aber nicht genützt werden konnten. Auffällig war in dieser Phase lediglich das taktische Verhalten der Innviertler, die mit dem Unentschieden sicher zufrieden waren und das Spiel durch viele kleine taktische Fouls störten und immer wieder Unterbrechungen zur Behandlung von vorgetäuschten Verletzungen erzwangen, sodass Schiedsrichter Kerschbaummaier zu Recht mehr als 7 Minuten nachspielen ließ.
In der 91. wurde ein Rohrbacher Spieler knapp an der Strafraumgrenze gefoult, Freistossspezialist Herbert Zach legte sich den Ball zurecht und zirkelte den Ball vom linken Strafraumeck leider nur an die linke Stange.
Drei Minuten später (94.) kurzes Bangen bei den Rohrbacher Zuschauern - eine elfmeterverdächtige Situation im Rohrbacher Strafraum - TH Stefan Hofer bringt einen Gegenspieler zu Fall, doch der Schiedsrichter läßt weiterlaufen.
In weiterer Folge steigern sich die Störversuche der Innviertler - innerhalb kurzer Zeit sahen Balinski, Biro und Hacker gelbe Karten wegen Kritik oder Foulspiel.
Rohrbachs Trainer Franz Lanzerstorfer sehnte schon den Schlusspfiff herbei, die Spieler selbst glaubten immer noch an 3 Punkte.
In der 97. Minute noch einmal ein Freistoss für Union Rohrbach/Berg - Dietmar Schuster flankt in den Strafraum, Manuel Engleder steigt am höchsten und verwandelt per Kopf zum viel umjubelten 1:0 für die Union Rohrbach/Berg.
Die Rohrbacher lagen sich jubelnd in den Armen und die Innviertler ließen den Frust an einer Kabinentür aus.