6 Tore, 4 mal Aluminium, 2 mal das leere Tor nicht getroffen und zahlreiche weitere hochprozentige Chancen – Kollerschlag hätte mit einem wahren Angriffsfurioso St. Stefan ohne weiteres zweistellig nach Hause schicken und damit sich selbst eine noch bessere Ausgangsposition für das meisterschaftsentscheidende Spiel gegen Öpping schaffen können.
Von Beginn an waren die Gell-Schützlinge darauf bedacht, das Unentschieden gegen Klaffer auszubessern und gingen bereits in der 5. Minute durch Markus Kollik in Führung. Bis zu diesem Zeitpunkt hätte es allerdings schon 2 : 0 stehen müssen, denn Miroslav Kolacek und Christoph Aumüller vergaben vorher schon 2 „Hundertprozentige“. In der 10. Minute erzielte Legionär Kolacek nach einem Lochpass von Josef Hutsteiner das 2 : 0.
Bis zur Pause erspielten sich die Heimischen nun zahlreiche gute Torchancen. Dreimal verhinderte jedoch die Stange bzw. Latte einen Treffer und einmal verschoss Thomas Lanzerstorfer völlig freistehend vor dem leeren Tor. Es hätte also bereits zur Pause locker 6 : 0 stehen können.
Nach Seitenwechsel spielte Kollerschlag weiterhin wunderschönen Offensivfußball und kam bereits in der 53. Minute zum 3 : 0 durch Miroslav Kolacek. Dann kamen wieder 20 Minuten mit tollen Chancen, die jedoch vergeben wurden. Bei einem Freistoß von Josef Hutsteiner rettete die Stange für den chancenlosen Gästekeeper, einmal scheiterte Spielertrainer Helmut Gell vor dem leeren Tor und bei einem guten Schuss von Kolacek konnte sich St. Stefans Tormann auszeichnen.
In der 80. Minute wurde Gell im Strafraum zu Fall gebracht, den dafür verhängten Elfer verwertete Josef Hutsteiner zum 4 : 0. Fünf Minuten später erzielte Miroslav Kolacek mit seinem dritten Tor das 5 : 0 und kurz vor Schluss gelang Christoph Aumüller auch noch ein Treffer. Damit war das halbe Dutzend voll und Kollerschlag hatte genug Selbstvertrauen für das Match gegen Öpping getankt.
Beim Spiel in der letzten Runde (b style=font-size:20px;>Sonntag, 20.6.2004 - 16 Uhr) trifft Kollerschlag zu Hause auf den unmittelbaren Konkurrenten um den Meistertitel. Beide Mannschaften sind bereits fix in die 1. Klasse Nord aufgestiegen, im direkten Duell entscheidet sich, wer eine Meisterfeier veranstalten darf. Kollerschlag hat dabei den Vorteil, "nur" unentschieden spielen zu müssen. Beim derzeitigen Lauf der Öppinger (9 Siege in den bisherigen 10 Frühjahrsspielen) wird dieses Unterfangen zwar schwierig, mit einer kämpferischen Topleistung ist für die Gell-Schützlinge aber sicherlich alles möglich. In Kollerschlag ist man jedenfalls zuversichtlich, dass die Mannschaft, die bisher 15 Runden lang an der Tabellenspitze gestanden ist, auch am Saisonende verdientermaßen den Meistertitel feiern kann.