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Kleinzell auf der Suche nach Nahversorger

ÜBERGANGSLÖSUNG: Zustelldienst und erweitertes Angebot in Fleischhauerei

Von Martina Gahleitner

KLEINZELL. Seit 22. März hat das letzte Lebensmittelgeschäft in Kleinzell geschlossen. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht und die Gründe dafür sind kurz erklärt: Zu wenig Einwohner, zu kleine Verkaufsfläche und zu viele nötige Investitionen. Eine Übergangslösung ist aber bereits gefunden.

20 Jahre lang arbeitete Rosemarie Höglinger in dem kleinen Kaufhaus ihrer Eltern, seit 1987 als Besitzerin. Jetzt erwartet sie selbst ein Kind, ihre Eltern, die bis jetzt im Geschäft mitgeholfen haben, sind mit 77 und 74 Jahren schon lange im Pensionsalter und somit war die Geschäftsschließung die logische Folge. "Es war ein reiner Familienbetrieb. Der Umsatz wäre für einen Angestellten viel zu wenig gewesen", erklärt die Geschäftsfrau. Und: "Wir waren großteils der Kaufmann in der Not. Kleinzell hat viele Pendler, die meist woanders einkaufen."

Die Gattin eines Fernfahrers sperrt ihren nur 100 m2 großen Laden mit gemischten Gefühlen zu: "Einerseits freu' ich mich natürlich auf mein Baby und die neue Situation. Andererseits tun mir die Leute leid, die nicht mobil sind oder die Älteren." Auch aus dem Altersheim seien im Sommer oft Bewohner, ins Nah & Frisch-Geschäft spaziert, erzählt die werdende Mutter, die in Zukunft zu Hause bei ihrem Kind bleiben wird.

Die Gemeinde ist jetzt gemeinsam mit der Wirtschaftskammer auf der Suche nach einem neuen Geschäftsbetreiber. Bürgermeister Josef Höglinger: "Wir sind uns natürlich bewusst, dass wir etwas unternehmen müssen und haben mit allen Handelsketten Kontakt aufgenommen." Die Antwort war bei allen ähnlich: Mit 1.400 Einwohnern ist die Mühlviertler Gemeinde zu klein, die Verkaufsfläche im bisherigen Geschäft zu gering und es gibt zu viele Investitionen - wie etwa einen Kühlraum -, die nötig wären. Es liegt nun an der Gemeinde, einen neuen Standort zu finden und dort ein Geschäftslokal zu errichten. "Acht Millionen Schilling muss man für ein derartiges Projekt rechnen", erlärt der Ortschef.

Riepl erweitert Angebot

Zur Überbrückung wurde mit Gerhard Andexlinger, Betreiber des ADEG-Marktes in Neufelden, ein Zustelldienst vereinbart. Außerdem wird die Fleischhauerei Riepl ihr Angebot in der Kleinzeller Filiale erweitern: Dort wird es künftig auch Milch, Obst oder Gemüse geben. "Das ist aber keine Dauerlösung", so Höglinger abschließend.

 

Quelle: Bezirksmagazin, erschienen am 5.4.2001
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