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Juliereignisse 1934 in Kollerschlag

Kollerschlag gedenkt der Ereignisse des Juli 1934 mit einer Feierstunde am 23. Juli, um 19.30 Uhr


Organisator der Ausstellung „Unruhiges Grenzland“ Oberstleutnant i.R. Ernst Eckerstorfer (Bildmitte) im Gespräch mit dem Buchautor „Grenzland“ Prof. Fritz Winkler (li) und Bürgermeister Franz Saxinger (re.).
KOLLERSCHLAG: „Zum Gedenktag der Ereignisse des Juli 1934 in Kollerschlag“ steht auf einem Gedenkstein, den die Marktgemeinde 1984 auf dem Marktplatz errichten ließ. Was war geschehen?

Im Jänner 1933 hatte Hitler im Deutschen Reich die Macht übernommen und seine Anhänger in Österreich witterten Morgenluft. Die NSDAP war jedoch in Österreich verboten. Viele junge Leute betätigten sich illegal, gingen über die Grenze ins „Gelobte Land“ und ließen sich dort in der sogenannten „Österreichischen Legion“ für den politischen Umsturz ausbilden.

Am 25. Juli 1934 wagten die Nazis in Wien erstmals die Machtübernahme. Als Bundesheersoldaten verkleidet drangen sie ins Kanzleramt ein und ermordeten Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß. Der Putsch konnte jedoch niedergeschlagen werden, die Täter wurden später hingerichtet. Kollerschlag war damals ein Nebenschauplatz des gescheiterten Putschversuches: In der Nacht zum 26. Juli 1934 wurde in Kriegwald, Gemeinde Julbach, ein Grenzposten von Legionären angeschossen, der später an den Verwundungen verstarb. Am selben Tag wurde in Kollerschlag ein illegaler Kurier aufgegriffen, bei dem man den für Österreich vorgesehenen verschlüsselten Aufstandsplan fand. Dieses Dokument ging in die Weltgeschichte als „Kollerschlager Dokument“ ein. Nachts zum 27. Juli 1934 überfielen Legionäre von Wegscheid/Bayern kommend die Grenzstelle in Hanging und den Gendarmerieposten in Kollerschlag. Zwei Legionäre und der Postenkommandant Revierinspektor Richard Hölzel fanden beim Kampf auf dem Ortsplatz in Kollerschlag den Tod. Ein weiterer Legionär fiel beim Angriff auf das Zollamt Haselbach, Gemeinde Kollerschlag.

Die Marktgemeinde Kollerschlag und die Gendarmerie des Bezirkes Rohrbach gedenken in einer Feierstunde am Freitag, 23. Juli 2004, um 19.30 Uhr, der Ereignisse vor 70 Jahren. In diesem Zusammenhang wurde von Oberstleutnant i.R. Ernst Eckerstorfer im Baumüllerhaus eine Ausstellung mit dem Titel: „Unruhiges Grenzland“ auf die Beine gestellt. Die Ausstellung wird im Anschluss an den Festakt eröffnet. Prof. Fritz Winkler, ein gebürtiger Kollerschlager, arbeitet an der Fertigstellung des Buches „Grenzland“, welches am 25. Oktober 2004 in Kollerschlag der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

 

Quelle: Gemeinde Kollerschlag, erschienen am 23.7.2004
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