90 spannende und kampfbetonte Minuten bekamen die 200 Zuschauer bei dem in Lohnsburg im Kobernaußer Wald ausgetragenen Meisterschaftsspiel der 19. Runde der 1. Landesliga zwischen SV Ried 1b und Union Rohrbach/Berg zu sehen.
In der 16. Minute ging Rohrbach durch einen Kopfball von Martin Wöss über den Rieder Tormann hinweg in Führung. In der 26. Minute schafften die Rieder durch Rashid Utush - einem Spieler aus dem Profikader - mit einem scharfen Schuss unter die Latte, der für Stefan Hofer unhaltbar war, den Ausgleich zum 1:1. In der selben Minute sah Klaus Schuster wegen angeblichen Foulspiels die gelbe Karte, eine glatte Fehlentscheidung von Schiedsrichter Klaus Weidecker, denn Schuster hatte den Ball gespielt.
In der 34. Minute heizte der Schiedsrichter mit einer sehr unverständlichen Entscheidung die Partie noch mehr an; der Rohrbacher Torhüter Stefan Hofer hatte nur leicht Foul reklamiert und schon gab es einen indirekten Freistoß gegen Rohrbach. Das Foul war klar zu sehen und so verwunderte die kleinliche Entscheidung auch Zuschauer, die nicht auf Rohrbacher Seite standen. Hier spürte man wieder einmal, mit wieviel Fingerspitzengefühl manche Pfeifenmänner unterwegs sind und wahrscheinlich hatte der Schiri noch immer die Bierdusche aus dem Herbstspiel von Rohrbach/Berg gegen Schwertberg im Hinterkopf.
Gott sei Dank hat dann der Freistoss aus 6m nichts eingebracht.
Und eine Feststellung sei in diesem Bericht auch noch erlaubt - ab diesem Zeitpunkt dürfte der Schiedsrichter eingesehen haben, dass er eigentlich als Unparteiischer auf dem Platz ist, der selbst nicht im Mittelpunkt stehen sollte und nur das Spiel zu leiten hat. Denn ab diesem Zeitpunkt gab es an der Schiedsrichterleistung nichts mehr auszusetzen.
In der 44. Minute ging Union Rohrbach/Berg durch Milan Pribyl wieder in Führung. Er nahm ein Geschenk der Rieder Hintermannschaft, die den Ball beim Herausspielen direkt zu ihm ca. 20 m vor dem Rieder Tor stehend spielten, dankbar an und verwandelte aus 16 m souverän in die rechte Ecke.
In der 48. Minute schaffte der Bruder des Bundesligastars Muhammet Akagündüz Mehmet Akagündüz nach schöner Aktion den Ausgleich zum 2:2.
In weiterer Folge verlief das Spiel ausgeglichen; in der Schlussphase hatte Union Rohrbach/Berg zweimal die Chance auf den Siegestreffer, doch dieses Mal sollte er nicht gelingen.