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Bischof Aichern segnete neues Pfarrzentrum

Im Rahmen eines Pfarrfestes wurde das neue Gebäude feierlich eröffnet.


Bischof Maximilian Aichern segnete die Kruzifixe die in den Räumen des Pfarrhofes aufgehängt werden. Im Hintergrund das von Stefan Mittlböck gestaltete Kreuz.
KOLLERSCHLAG. Vergangenen Sonntag wurde das neue Pfarrheim nach nur einjähriger Bauzeit von Bischof Maximilian Aichern im Anschluss an einen Festgottesdienst eingeweiht und offiziell eröffnet. Das Pfarrzentrum als modernes, öffentliches Gebäude fügt sich mit seinem flachen Satteldach perfekt in das Ortsbild ein und soll zu einem Ort der Begegnung werden.

Im zweigeschossigen Gebäude das zu gut zwei Dritteln unterkellert ist sind neben den Wohnräumen von Pfarrer Laurenz Neumüller ein Mehrzweckveranstaltungsraum mit Bühne für 150 Personen mit Schank und Küche, ein Sitzungszimmer, der Chorprobenraum, behindertengerechte WC-Anlagen, ein Aufzug, die Pfarrkanzlei und eine überdachte Terasse untergebracht. Die Beheizung erfolgt durch eine Hackschnitzelheizanlage.

Der noch nicht fertiggestellte Bühnenraum soll im kommenden Jahr mit einem Auftragswerk der Marktgemeinde an den Marktschreiber Walter Kohl seiner Bestimmung übergeben werden. Das Stück wird „Der Schwärzer und seine Braut“ heißen und von der örtlichen Theatergruppe in der Fastenzeit aufgeführt.

Nachdem das Bundesdenkmalamt im Frühjahr 2002 den alten Pfarrhof aus dem Denkmalschutz entlassen hat, erfolgte nach den Abbrucharbeiten im Sommer des gleichen Jahres am Ostermontag 2003 der Spatenstich für den Neubau. Für die Planung zeichnete DI Rainer Habringer vom Architekturbüro Arkade verantwortlich. Bauausführende Firmen waren die ARGE Hehenberger in Peilstein und die Firma Kumpfmüller in Lembach.

107 Personen leisteten insgesamt 2.285 Stunden unentgeltlich Robotleistungen, von den Waldbesitzern der Pfarre kamen 144 Festmeter an Bauholz und 110 Schnittmeter an Hackgutspenden, Vereine spendeten 10.000 Euro und an Geldspenden gingen bis jetzt über 58.000 Euro ein. Von den geschätzten 1.725.000 Euro Gesamtbaukosten werden 50 Prozent von der Diözesanfinanzkammer getragen, 150.000 Euro steuert das Land Oberösterreich bei und die Hackgutanlage wurde mit fast 12.000 Euro von der Kommunalkredit gefördert. Die Marktgemeinde beteiligte sich mit Sachleistungen wie der Anlage der Grünflächen.

Bei der in der Vergangenheit von der Pfarrbevölkerung gezeigten Spendenbereitschaft ist Pfarrer Laurenz zuversichtlich, in absehbarer Zeit auch noch die offenen etwa 170.000 Euro aufzubringen. Bürgermeister Franz Saxinger, Nationalratsabgeordneter Dr. Reinhold Mitterlehner in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Bischof Maximilian Aichern gratulierten zum gelungenen Bauwerk.

Im Anschluss an die Segnung des Gebäudes luden die Veranstalter bei herrlicher Witterung zum Pfarrfest mit einem Tag der offenen Tür. Ein Kinderprogramm mit Hüpfburg und Malwettbewerb, eine Film- und Fotopräsentation, ein Pfarrquiz und ein Jugendtreff im Keller des Gebäudes rundeten das Programm ab.

 

Quelle: Marktgemeinde Kollerschlag, Heinz Reischl, erschienen am 8.9.2004
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