NEBELBERG. „Wia d´Mühlviertla san“ – unter diesem Motto findet am
Samstag, 6. November 2004 um 20 Uhr im Turnsaal der Volksschule
Heinrichsberg ein Hanriederabend statt. Musikalisch umrahmt wird dieser
Festabend vom Meraner Dreigesang – bekannt aus der Fernsehsendung
Klingendes Österreich – von der Hanrieder-Hofer-Sängerrunde und
Elisabeth Koblbauer. Hanriedertexte werden Carmen Wurm, Otto Saxinger,
Dir. Karl Lindorfer und Gertraud Lindorfer lesen. Eigene Werke tragen
Katharina Pühringer und die Stelzhamerpreisträgerin Carmen Wurm vor. Die
Bäuerinnen aus Nebelberg sorgen mit einem reichhaltigen Buffet für den
kulinarischen Teil. Veranstaltet wird dieser hörenswerte Abend von der
Hanriedergemeinde unter Obmann Johann Falkinger und dem Kulturreferat
der Gemeinde Nebelberg (Eintritt frei!).
Zur Person von Norbert Hanrieder:
Norbert Hanrieder wurde am 2. Juni 1842 in Kollerschlag geboren. Sein
Vater Josef Hanrieder war aus Donauwörth eingewandert und scheint seit
1834 als Wundarzt und Hausbesitzer in Kollerschlags Archivaufzeichnungen
auf. Die Mutter des Dichters – Franziska – eine geborene Lechner,
stammte auch dem nahen Julbach.
Der Wunsch Hanrieders, Germanistik zu studieren, musste schließlich dem
Entschluss für das Priestertum weichen. So trat er ins Linzer
Priesterseminar ein; 1866 weihte ihn Bischof Rudigier zum Priester. Sein
erster Kaplanposten war Losenstein im Ennstal, 1869 wurde er in seine
nähere Heimat nach Peilstein versetzt. Ein Jahr wirkte er in
Sarleinsbach und 1874 kam er nach Putzleinsdorf, das ihm zur zweiten
Heimat wurde. Fast vierzig Jahre war Hanrieder seiner Pfarre ein
getreuer Seelsorger. Am 14. Oktober 1913 starb Dechant Norbert
Hanrieder.