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Mühlviertel für Regionen beispielgebend

WK-Präsident Leitl im Interview: "Mühlviertel ist für Regionen in ganz Österreich beispielgebend"

Von Bernhard Haudum

WIEN/PUCHENAU. Seit exakt neun Monaten ist der frühere Wirtschafts-Landesrat Dr. Christoph Leitl Präsident der Bundes-Wirtschaftskammer in Wien. Im Gespräch mit den Tips Rohrbach/Urfahr zieht der Puchenauer eine erste Bilanz über seine neue Tätigkeit - und spart dabei nicht mit Lob für seine Heimat: Der Weg des Mühlviertels sei - so Leitl - ein positives Beispiel für viele Regionen in ganz Österreich.

Seit neun Monaten sind Sie nun in Wien tätig. Wie gefällt Ihnen die Arbeit als Präsident der österreichischen Wirtschaftskammer?

"Bisher sehr gut, die neue Aufgabe ist eine große Herausforderung für mich. Ich glaube, dass ich mich inzwischen ganz gut eingelebt habe. Dies beweist auch das Tempo der von mir bei Amtsantritt angekündigten Reformen, die Kammer befindet sich inzwischen konsequent und zielgerichtet auf dem Weg der Erneuerung."

Ist das Wiener Politparkett wirklich so glatt, wie immer behauptet wird?

"Naja, der Ton ist schon ein wenig ein anderer als in Oberösterreich. Aber man muss nicht unbedingt Wiener Walzer tanzen, um erfolgreich zu sein. Auch mit einer oberösterreichischen Polka kann man viel erreichen. Ich versuche, offen und ehrlich meine Meinung zu sagen und die Dinge auch in schwierigen Situationen positiv zu sehen. Damit fahre ich nicht schlecht, wir haben auf diese Art aus manch verzwickter Situation schon recht gute Auswege gefunden."

Und wie sieht's mit Bananenschalen zwecks Erhöhung der Rutschgefahr aus?

"Solche werden immer wieder gelegt, manche glauben halt, dass es nicht ohne geht. Allerdings führt mich nach zehn Jahren in einer Regierung niemand mehr so schnell auf's Glatteis, ich weiß bestens, wie diese - in meinen Augen übrigens völlig sinnlosen - Spielchen funktionieren."

Vermissen Sie Ihre Arbeit als Wirtschafts-Landesrat in Oberösterreich?

"Nicht unmittelbar, meine neue Aufgabe ist sehr spannend und interessant. Was mir abgeht, ist der direkte Kontakt zu den Bürgern, als Wirtschaftskammer-Präsident arbeitet man mehr auf der innenpolitischen bzw. internationalen Ebene."

Verfolgen Sie die politische Entwicklung in Oberösterreich bzw. die Arbeit Ihrer Nachfolger?

"Natürlich, ich freue mich, dass das Land einen so hervorragenden Kurs steuert. Pühringer, Fill, Sigl & Co. leisten ausgezeichnete Arbeit, die in ganz Österreich anerkannt und geschätzt wird."

Haben Sie eigentlich noch Zeit, auch regionale Themen aus Ihrer Mühlviertler Heimat zu verfolgen?

"Doch, doch, unter anderem informiere ich mich als regelmäßiger Leser der Tips Rohrbach/ Urfahr über das Geschehen in meiner Heimat. Aber auch zu Veranstaltungen komme ich so oft es geht in das Mühlviertel, hier bin ich zu Hause, hier fühle ich mich wohl."

Als WK-Präsident machen Sie sich für die Öffnung der Grenzen Richtung Tschechien bzw. die EU-Osterweiterung stark. Was sagen Sie zu Ängsten, die diesbezüglich in unserer Region auftauchen?

"Ich verstehe diese Ängste - und behaupte gleichzeitig, dass sie unbegründet sind. Mit der jetzt durchgesetzten Grenzgängerregelung kommen nur Kräfte ins Land, die wir wirklich brauchen und die keinem Einheimischen seinen Job wegnehmen. Bis zur EU-Osterweiterung haben wir inklusive aller Übergangsfristen noch ein ganzes Jahrzehnt Zeit. Bis dahin muss es uns gelingen, die Wirtschaft im Grenzraum soweit zu stärken, dass sie die neue Konkurrenz nicht zu fürchten braucht."

Wie soll das gelingen?

"Einerseits durch weniger Bürokratie - hier sind wir durch den eingeschlagenen Reformkurs auf dem besten Weg - andererseits durch eine Stärkung der regionalen Strukturen. Gerade im Mühlviertel gibt es eine Reihe von guten Ansätzen, die für die Zukunft von großer Bedeutung sind."

Was meinen Sie damit konkret?

"Die Formen der Zusammenarbeit - wie zum Beispiel die Subregionen Mühlviertler Alm, Mühlviertler Kernland und das SternGartl. Hier passieren richtungsweisende Schritte, die für viele andere Regionen in Österreich ein Beispiel sind. Durch meine Tätigkeit in Wien kann ich jetzt besser als früher vergleichen, das Mühlviertel ist in Sachen Kooperation und Umsetzung von innovativen Projekten österreichweit ganz vorne mit dabei."

Stichwort Innovationen: Mit dem Internet-Portal www.GUUTE.at beschreitet Ihr Heimatbezirk Urfahr-Umgebung bei der Vermarktung seiner Betriebe einen ganz neuen Weg. Was sagen Sie dazu?

"Die Wirtschaftsmarke "das GUUTE" und das neue Internetportal sind absolute Vorzeigeprojekte, auf die ich ungemein stolz bin. Ein von der Struktur her schwieriger Bezirk zeigt damit, wie es funktionieren kann, wie man eine Identität schafft und dabei moderne Technologien wie das Internet zukunftsweisend einsetzt. Urfahr-Umgebung testet damit etwas, was wir auch von Seiten der Kammer vor haben: wir möchten innerhalb des kommenden Jahres mit allen Betrieben via Internet rasch und kostengünstig kommunizieren können."

Danke für das Gespräch!

 

Quelle: Bezirksmagazin, erschienen am 25.4.2001
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