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Krankheit als Strafe, Schicksal oder Chance?

Ein interessanter Vortrag von DDr. Wolfgang Munzinger


DDr.Wolfgang Munzinger verzichtete auf ein Honorar für seinen Vortrag
Der Mensch wollte in seinem Forschungsdrang die Ursachen der Krankheiten immer schon wissen und kam dabei zu kuriosen Ergebnissen: Erst war das Klima schuld, dann waren es die Hexen mit ihrem bösen Blick. Im Mittelalter sah man Krankheiten als Strafe für begangene Sünden an. Heute wird dem eigenen Fehlverhalten große Bedeutung beigemessen: ungesundes Essen, Rauchen, Alkohol, zuwenig Sport usw. Auf die Frage: „Warum bin ich krank geworden?“ gibt es keine einfache Antwort. Verschiedene Ursachen kennt man: Bakterien, die mit Antibiotika gut behandelt werden können; Viren – sind leblos und können daher nicht wirksam bekämpft werden z.B. bei Aids; Der Störung der körpereigenen Abwehr können Krankheiten wie Rheuma, Jugend-Diabetes, chronische Nieren- und Darmerkrankungen zugeschrieben werden. Manche Krankheiten sind aber einfach Schicksal. Sie sind in unseren Genen vorbestimmt. Die Auslöser dieser Krankheiten können zum Teil durch das eigene Verhalten beeinflusst werden (Rauchen, Trinken, Übergewicht usw.) Am besten ist es, nicht nach Schuld oder Ursache einer Krankheit zu suchen, sondern sie als Schicksal anzunehmen. Krankheiten können aber auch ein „Warnschuss“ sein, der uns mahnt, unsere Lebensweise zu ändern. Wir bekommen noch einmal eine Chance, für unsere Gesundheit aktiv zu werden. Zu diesem Vortrag hatte der Arbeitskreis „Gesunde Gemeinde“ unter Leitung von DKS Heidi Eckerstorfer eingeladen.

 

Quelle: Veronika Stadler, Oberkappel, erschienen am 18.3.2005
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