PEILSTEIN: „Den Lebenden zur Mahnung“ - so steht es eingemeißelt in Granit auf dem Gedenkstein beim Kriegerdenkmal in Peilstein.
60 Jahre nach Kriegsende - die Gräuel der Weltkriege mit den vielen Millionen Toten - die Wunden sind noch immer tief.
Am Sonntag wurde im Rahmen einer Gedenkfeier der Gefallenen und insbesonders der 5 Peilsteiner Bürger gedacht, die noch in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 ermordet wurden.
Am 26. April 1945 verlangten besorgte Peilsteiner, dass eine errichtete Panzersperre entfernt werden solle, was NS-Ortsgruppenleiter Richtsfeld jedoch strikt ablehnte. Nichts desto trotz machten sich die angesehenen und couragierten Bürger an die Arbeit und entfernten die Panzersperre am Ortseingang von Peilstein.
NS-Befehlshaber ließen daraufhin am 28. April den Glasermeister Karl Haider, den Gastwirt Josef Autengruber, den Kaufmann Johann Hesch, den Siebreifenerzeuger Karl Hartl und den Gemeindesekretär Max Innertsberger verhaften, nach Linz zur Standgerichtsverhandlung bringen und noch am selben Tag wurde in Außertreffling das Todesurteil vollstreckt und die fünf Peilsteiner hingerichtet.
Pfarrer KsR. Andreas Fischer, Bgm. Walter Pfleger mit den Gemeinderäten, der Kameradschaftsbund mit Obmann Otto Zinöcker, sowie zahlreiche Angehörigen der betroffenen Familien gedachten in einer würdigen Feier dieser Ereignisse.
„Als Nachfolgegeneration wollen wir für die wiedererreichte Freiheit und den Frieden danken und wachsam bleiben“, so Bgm. Pfleger in seiner Ansprache.