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Unsere Region braucht und will ein IDZ

Der Bezirk Rohrbach braucht kein klassisches Technologiezentrum, sondern ein Innovations- und Dienstleistungszentrum (IDZ). Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, hinter dem WK-Bezirksstellenleiter Mag. Klaus Grad voll steht.

ROHRBACH. "Es gibt einige Technologiezentren in Oberösterreich, die eigentlich kein TZ im klassischen Sinn sind. Nur hatte bis jetzt keiner den Mut, es anders zu nennen", setzt Wirtschaftskammer-Bezirksstellenleiter Mag. Klaus Grad voll auf das geplante Innovations- und Dienstleistungszentrum. Wie die Machbarkeitsstudie, die kürzlich von DI Anita Frank in der Rohrbacher Wirtschaftskammer präsentiert wurde, zeigt, hat der Bezirk kein Potential für ein technologisch orientiertes Zentrum, ein Innovations- und Dienstleistungszentrum würde den Bedürfnissen der Region entsprechen. "Das IDZ soll Impulsgeber für die gesamte Region sein, deshalb müssen wir den Unternehmern auch das bieten, was sie brauchen", so Grad, der sich bei zahlreichen Workshops und Interviews gemeinsam mit DI Frank ein "sehr umfassendes Bild der Wirtschaft" machen konnte.

Schwerpunkt liegt bei Kommunikationstechnologie

Der Schwerpunkt des IDZ soll im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie liegen, beispielsweise Software-Betreuung, Electronic-Commerce oder EDV allgemein. Grad: "Mit resi und rohrbach.at haben wir in der Region bereits eine Basis, auf der andere Firmen aufbauen können." Weitere Aktivitäten werden im Bereich Automatisierung oder Werkstofftechnik gesetzt, dort läge aber kein Schwerpunkt, betont Grad. Der WK-Chef weiter: "Selbstverständlich soll das IDZ auch ein Gründerzentrum für neue, junge Firmen sein, die sich mit diesen Themen beschäftigen. Vor allem auch, weil dort die nötige Infrastruktur als Starthilfe zur Verfügung steht."

Gesellschaft soll noch dieses Jahr gegründet werden

Die weitere Vorgangsweise sieht so aus, dass in den nächsten Wochen eine Rentabilitätsrechnung erstellt und die mögliche Finanzstruktur geklärt wird.

Die Betreibergesellschaft selbst soll noch in diesem Jahr gegründet werden. "Es gibt schon einige Absichtserklärungen, ich sehe also keine größeren Finanzierungsprobleme", zeigt sich der Bezirksstellenleiter optimistisch. Die Gesellschafter werden dann auch die Standortfrage klären. Wichtig sei laut Grad der Manager - "der Erfolg des IDZ steht und fällt mit dem Management" -, der im Frühjahr 2000 installiert werden soll. Mit der konkreten Realisierung des Projektes kann voraussichtlich Mitte nächsten Jahres gerechnet werden.

 

Quelle: Bezirksmagazin, erschienen am 23.11.1999
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