Frau Dr. Margit Scholta von der Sozialabteilung des Landes O.Ö. informierte Interessenten aus den Gemeinden Hofkirchen i.M., Pfarrkirchen i.M., Oberkappel und Neustift über das Projekt „betreubares Wohnen“ im Gasthof Froschauer in Hofkirchen i.M.
HOFKIRCHEN: Um das Projekt „Betreubares Wohnen“ kümmert sich seit einigen Monaten Bürgermeister Martin Raab persönlich sehr intensiv. Die bisherige Bedarfserhebung in der Gemeinde Hofkirchen i.M. erbrachte eine sehr geringe Nachfrage. Eine Umsetzung des Projektes für Hofkirchen i.M. und wahrscheinlich auch für die meisten Nachbargemeinden alleine wird daher kaum möglich sein.
Gemeinschaftsprojekt von vier Gemeinden ist die Lösung
Durch mehrere Gespräche mit den Amtskollegen von vier Nachbargemeinden konnte Bürgermeister Martin Raab erreichen, dass derzeit die Umsetzung einer Gemeinschaftsanlage für die Gemeinden Neustift, Oberkappel, Pfarrkirchen und Hofkirchen i.M. geprüft wird. Dabei könnte Hofkirchen i.M. aufgrund seiner breit gefächerten Infrastruktur und einiger idealer Grundflächen als Projektstandort stark in Betracht gezogen werden.
„Es ist bei der Errichtung eines Gemeinschaftsprojektes am wichtigsten, die Bevölkerung aller beteiligten Gemeinden von der Notwendigkeit der gemeinsamen Vorgangsweise zu überzeugen. Wir können den Angehörigen unserer älteren Generation nur dann anbieten, auch bei leichter Pflegebedürftigkeit in der vertrauten Umgebung wohnen zu können, wenn wir gemeinsam handeln. Die Gemeindegrenzen müssen dabei in unseren Köpfen etwas mehr in den Hintergrund treten. Für ein eventuelles Gemeinschaftsprojekt muss jedenfalls ein Standort gewählt werden, der den pflegebedürftigen Mitbewohnern die Nahversorgung an lebensnotwendigen Gütern und Sozialeinrichtungen bestmöglich gewährleistet“, sind sich die vier Bürgermeister Franz Rauscher aus Neustift, Adolf Aumüller aus Oberkappel, Johann Moser aus Pfarrkirchen i.M. und der Hofkirchner Ortschef Martin Raab einig.
Studie durch Fachhochschule für Sozialmanagement in Linz in Auftrag gegeben
In mehreren Gesprächen konnte Bürgermeister Martin Raab erreichen, dass von einer Absolventin der Fachhochschule Linz für Sozialmanagement im Rahmen einer Diplomarbeit in den vier beteiligten Gemeinden eine Befragung durchgeführt wird, die aufzeigen soll, wie die Senioren Wohnen, welche Wünsche sie hinsichtlich Betreubarkeit haben und wie man den vorhandenen Wünschen weitest möglich nachkommen kann. Frau Sylvia Parstorfer wird diese Diplomarbeit in Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern unter wissenschaftlicher Anleitung der Fachhochschule Linz durchführen. Die entsprechenden Fragebögen werden im September an die Gemeindebürger ab dem 60. Lebensjahr ausgesandt. Bei Unklarheiten werden die Betroffenen gebeten, sich an ihr jeweiliges Gemeindeamt zu wenden.