ROHRBACH: insgesamt 5 Nationen werden bis Samstag um den Titel kämpfen. Die Österreichische Auswahl hat sich einen Einzug in das Endspiel, welches am Samstag um 18.30 Uhr beginnt, als Ziel gesetzt.
Union Rohrbach/Berg ist als Veranstalter dieser 8. Damen Europameisterschaft eingesprungen, nachdem die Schweiz den Bewerb nicht ausrichten konnte, da in Jona/Schweiz im kommenden Jahr auch die Weltmeisterschaft ausgetragen wird. Ein Jahr vor der WM ist diese Europameisterschaft eine wichtige Standortbestimmung für die teilnehmenden Nationen.
Neben Titelverteidiger Schweiz zählt vor allem auch Deutschland wiederum zu den unmittelbaren Titelanwärtern. Aber auch im österreichischen Lager hofft man, in die Entscheidung um den Europameistertitel mit eingreifen zu können und hat sich den Finaleinzug zum Ziel gesetzt.
Nach einigen Jahren Pause ist heuer auch Italien wieder mit dabei, für die junge Mannschaft ist dies die 4. EM-Teilnahme. Darüber hinaus kommt auch Japan bereits zum zweiten Mal zu einer EM, den Asiatinnen dient dieser Bewerb ebenfalls als Vorbereitung für die Weltmeisterschaft 2006.
Österreich hat in den bisherigen 7 Europameisterschaften 5 Bronzemedaillen und zwei Silbermedaillen geholt. Vielleicht ist es ein gutes Zeichen, dass Österreich gerade vor 2 Jahren in Arnreit nur ganz knapp an Deutschland gescheitert ist, denn auch diesmal besteht der Kader großteils aus Mühlviertler Spielerinnen und so ist es für diese ein „echtes“ Heimspiel.
Neben der Rohrbacher Abwehrspielerin Tanja Hofer bilden die Zwettler Spielerinnen Karin Engleder, Petra Hamberger und Ilona Daschek die starke Abwehrreihe im heimischen Nationalteam. Mit der Zwettler Schlägerin Doris Eidenberger kommt eine weitere Spielerin aus dem Mühlviertel, weiters sollen Antonia Ritschel (Neusiedl) sowie die beiden Teamneulinge Astrid Faistauer (Itzling) und Sandra Esterbauer (Hochburg/Ach) im Angriff für die nötigen Punkte der Österreicherinnen sorgen.
Für den Ausrichter ist es besonders erfreulich, dass sich mit Tanja Hofer eine Abwehrspielerin aus dem eigenen Verein für den Kader qualifiziert hat. Hofer möchte vor der WM im kommenden Jahr nochmals durchstarten, hat daher auch am Feld für die kommende Meisterschaft den Verein gewechselt und will sich bei Zwettl optimal für die WM 2006 vorbereiten. Die Rohrbacher Abwehrspielerin ist auch Mitglied des Organisationskomitees und hat so selbst maßgeblichen Anteil an den guten Vorbereitungsarbeiten geleistet.
Nicht qualifizieren für den EM-Kader konnte sich mit Silvia Eder die zweite Rohrbacher Spielerin, zu groß war der Trainingsrückstand der im Frühjahr verletzten Schlägerin, die darüber hinaus ihre Schulterverletzung noch immer nicht vollständig ausgeheilt hat.
Die Faustball Europameisterschaft in Rohrbach ist eingebettet in das bereits traditionelle Allianz Turnier, an dem auch heuer wiederum knapp 40 Mannschaften teilnehmen werden.
Die 18. Internationale Allianz Trophy ist im Herren A Turnier mit dem regierenden Österreichischen Feldmeister Grieskirchen/Pötting, mit Europapokalsieger Union Schick Freistadt und mit dem regierenden Hallenmeister TUS Kremsmünster top besetzt, mit Eibach und Elgg sind auch Bundesligisten aus Deutschland bzw. der Schweiz vertreten.
Im Damenturnier zählen neben dem regierenden Feldmeister Union Arnreit und dem Bundesligisten TSV Ottensheim vor allem auch die U21-Spielerinnen der deutschen Juniorinnenauswahl zu den Turnierfavoritinnen.
Kader der Damen für die 8. Europameisterschaft in Rohrbach:
Antonia Ritschel (Angriff), Martin Sepp Neusiedl)
Petra Hamberger (Abwehr) - Sportunion Raika Zwettl
Karin Engleder (Abwehr) - Sportunion Raika Zwettl
Ilona Daschek (Zuspiel) - Sportunion Raika Zwettl
Doris Eidenberger (Angriff) - Sportunion Raika Zwettl
Tanja Hofer (Abwehr) –Sportunion Rohrbach/Berg
Astrid Faistauer (Angriff) – Asvö Itzling
Sandra Esterbauer (Angriff) – Union Hochburg/Ach
Trainer: Günter Klausberger
Betreuer: Dr. Christian Atzmüller
Masseur: Wolfgang Neumüller
Programm und weitere Infos unter http://www.resi.at/faustball/EM2005/em_index.htm