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Der Engel von Sarleinsbach ist 90

Frau Maria Leitner feiert runden Geburtstag


Bgm. Wiederseder und Maria Leitner
SARLEINSBACH: 21 Jahre, von 1949 bis 1970, war Frau Maria Leitner für die Menschen der Pfarre Sarleinsbach nicht nur eine großartige Hebamme, sondern für viele Frauen eine wichtige Mutmacherin in einer Zeit wie wir uns diese heute überhaupt nicht mehr vorstellen können. Am 9. August 2005 feierte sie ihren 90. Geburtstag.

„Meine erste Entbindung war beim Wiederseder in Schinken, wo ich bei der Geburt von Agnes behilflich sein konnte“, erinnert sich die engagierte Frau auch nach 56 Jahren noch ganz genau. Zu dieser Zeit gab es in den Dörfern noch keinen elektrischen Strom, lediglich eine Öllampe und die eigene Taschenlampe sorgten für eine äußerst notdürftige Beleuchtung. Unglaublich, unter diesen völlig unzureichenden Bedingungen bei einer Entbindung zu helfen!! Anfangs betrug ihr Lohn weniger als 100 Schilling, oft waren die Familien nicht in der Lage das Geld aufzubringen. Besonders bedrückend empfand sie eine unbegreifliche Einstellung einzelner männlicher Zeitgenossen, die meinten die Geburt eines Kindes sei reine „Weibersache“, das geht sie nichts an! „Diesen Herren musste ich ganz gehörig meine Meinung sagen“, kann sie sich auch heute noch über soviel Dummheit aufregen.

„ Es gibt nur wenige Menschen, die so viel Gutes für die Menschen der Pfarre geleistet haben“, bestätigen viele Mütter dieser Zeit. Ihr Einsatz war ganz gewaltig. Einmal ging sie um Mitternacht von Mitternschlag durch den Wald nach Sarleinsbach, weil sie wusste, dass bei einer weiteren Frau die Geburt von Drillingen unmittelbar bevorstand. „Dabei hatte es ein furchtbares Gewitter, es krachte und blitzte ohne Pause, dazu ein gewaltiger Sturm und obendrein regnete es wie aus Kübeln. Es war das einzige mal, dass ich Angst hatte, weil im Wald durch den Sturm so viele Äste von den Bäumen stürzten. Als ich nach Obernreith kam war schon alles überschwemmt“, erinnert sich die mutige Frau an das Jahr 1954.

Bei wie vielen Geburten sie behilflich war will sie nicht sagen, aber mehr als 1.000 waren es schon. Sie hat ihren Beruf mit Freude und Leidenschaft ausgeübt, die positiven Erinnerungen möchte sie nicht vermissen. „Ich würde wieder Hebamme werden“, sagt sie heute.

Bgm. Wiederseder dankte ihr in Vertretung zahlreicher Mütter und seitens der Gemeinde für ihren unermüdlichen und vorbildlichen Einsatz. „Du kannst mit großer Zufriedenheit auf deine einzigartige Leistung zurückblicken“, meinte Bgm. Max Wiederseder und wünschte Ihr eine gute Zukunft.

 

Quelle: Gemeinde Sarleinsbach - Bgm. Max Wiederseder, erschienen am 6.9.2005
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