Traumhaftes Herbstwetter beim letzten Heimspiel im Jahr 2005; 300 Zuschauer, die darauf setzten, dass Rohrbach/Berg die Tabellenführung mit 3 Punkten gegen Pichling absichern würde. Bei Union Pichling lief mit Christian Stallinger ein Ex-Rohrbacher auf, der sichtlich hochmotiviert darauf setzte, den Rohrbachern ein „Schnippchen“ zu schlagen.
Das Spiel begann mit klarer Überlegenheit der Heimmannschaft, ohne daraus aber echtes Kapital schlagen zu können. Pichling stand dicht gestaffelt im Defensivbereich, um ja keinen Gegentreffer einzufangen.
In der 11. Minute gibt es die erste große Chance für Rohrbach/Berg – nach optimaler Vorarbeit von Petr Janura verzieht Matthäus Leibetseder. In der 30. Minute ist es wieder Matthäus Leibetseder, der nach guter Vorarbeit von Christian Eisschiel das Visier etwas zu hoch eingestellt hat. Und in der 34. Minute hieß es „Leibetseder zur Dritten“ – eine abgerissene Flanke des kleinen Dribbelkünstlers der Union Wohnpoint Rohrbach/Berg bringt Torhüter Auberger aus Pichling stark in Bedrängnis – nur mit Mühe kann er den Ball noch über die Latte drehen.
Knapp vor dem Seitenwechsel scheitert dann Premysl Kukacka an TH Auberger und im Gegenzug hat Pichling die erste Torchance – der Ball geht aber am Rohrbacher Gehäuse vorbei.
Der Spielverlauf in der 2. Spielhälfte ließ dann eine Frage aufkommen – was hat Trainer Franz Hofer bei seiner „Kabinenpredigt“ den Rohrbacher Spielern gesagt, denn plötzlich war Pichling stark und bei Rohrbach war auf einmal überhaupt kein System mehr zu erkennen.
Zu allem Überdruss ging Pichling nach einem Eckball in der 56. Minute mit 1:0 in Führung – der Ex-Rohrbacher Christian Stallinger war per Kopf zur Stelle und verschaffte sich nach seinem Wechsel echte Genugtuung.
In der 70. Minute wollte Trainer Hofer mit einem Doppeltausch – Homolka und Plöderl kamen zum Einsatz – die Rohrbacher zurück ins Spiel bringen. In der 73. Minute verfehlt Homolka nur knapp das Pichlinger Gehäuse. Und als wirklich niemand mehr daran glaubte, schaffte die Union Wohnpoint Rohrbach/Berg doch noch den Ausgleich – das Match befand sich bereits in der Nachspielzeit – Eckball für Rohrbach – Torhüter Kerl schaltet sich zusätzlich in den Angriff ein und vielleicht verunsicherte gerade er die Hintermannschaft von Pichling? Klaus Plöderl kommt nach einem bereits abgewehrten Eckball ans Leder, flankt in den Strafraum und Christoph Homolka steht goldrichtig und schafft per Kopf aus ca. 11 m den Ausgleich zum 1:1. Damit waren die zuletzt eingetauschten Spieler tatsächlich für den Ausgleichstreffer verantwortlich – doch ein „glückliches Händchen“ des Trainers!
Auf Grund der Spielanteile und des Bemühens kann man von einem gerechten Unentschieden sprechen, wenn auch das Glück den Rohrbachern zur Seite stand.
Vor der letzten Herbstrunde liegt damit die Union Wohnpoint Rohrbach/Berg weiter an der Tabellenspitze – in Lembach kommt es am Samstag, 5. November 2005 ab 14.00 Uhr dann zum großen „Showdown“ – im dritten Bezirksderby im Herbst kommt es auch zum Aufeinandertreffen zweier Traditionsklubs aus dem Bezirk Rohrbach, in denen Spieler stehen, die schon miteinander zum Einsatz gekommen sind.
Rohrbach, am 30. Oktober 2005
Josef Kneidinger, Pressereferent der Union Wohnpoint Rohrbach/Berg