LEMBACH: Programm während der Lembacher Kulturtage:
19. Mai (19.30 Uhr)
Gedenkgottes mit anschl. Festakt am Marktplatz und Höhenfeuer in Obernort
20. Mai (20.00 Uhr)
Zeitkritisches Volkstheater in Obernort
24. Mai (20.00 Uhr)
Zeitkritisches Volkstheater in Obernort
26. Mai (20.00 Uhr)
Zeitkritisches Volkstheater in Obernort
27. Mai (9.30 Uhr)
Trachtensonntag der Goldhaubengruppe Lembach - Festgottesdienst mit anschl. Frühschoppen
am Marktplatz - Schauprägung (Erinnerungsmünze) mit original historischen Prägegeräten
02. Juni (20.30 Uhr)
Lesung von Reinhold Aumaier im Musik- und Kulturclub in Volkersdorf
03. Juni (20.00 Uhr)
Pfingskonzert der Musikkapelle Lembach in der Alfons-Dorfner-Halle
09. Juni (20.00 Uhr)
Zeitkritisches Volkstheater in Obernort
10. Juni (ab 13.00 Uhr)
Wanderung auf dem Bauernkriegsweg Lembach nach Habach
Biohof Rein - Hofbesichtigung, Ausstellung, Bewirtung mit Bioprodukten
Habach - Modellschau alter landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen
13. Juni (20.30 Uhr)
Kremsmünsterer Bock und Leiermusik im Musik und Kulturclub in Volkersdorf
17. Juni (ab 9.30 Uhr)
Fest der Lembacher Bauern (Ersatztermin 24. Juni)
07. Juli (14.00 Uhr)
Schari's Puppenbühne - Stritzlmühle
20.00 Uhr Die Miststücke - Bäuerinnenkabarett in der Stritzlmühle
Tagsüber: Betriebsbesichtigung und Bewirtung mit Bioprodukten
NÄHERE INFORMATIONEN:
Genaueres Infomaterial können Sie per email: g.peherstorfer@lembach.ooe.gv.at oder über
unser
INFO-TELEFON (07286-8255-13) Gemeindeamt Hr. Hopfner oder außerhalb der Amtsstunden
unter 0664 / 214 3161 bestellen
Nach einer langen Zeit der Unterdrückung und Ausbeutung der Bauern nahm hier in Lembach am 17. Mai 1626 der Große Oberösterreichische Bauernkrieg seinen Anfang.
Es war ein Kampf gegen die oft unmenschlichen Belastungen durch die Abgaben an Grundherrn
die Willkür der bayerischen Besatzung und für Glaubensfreiheit. Grund und Boden war
Eigentum der meist adeligen Grundherrschaft. An sie waren Zehent, Robot und andere Abgaben
zu leisten. Für unsere Vorfahren eine meist unlösbare Verpflichtung, wenn man bedenkt, dass
der Ertrag des Hofes kaum die eigene Familie ernähren konnte.
Die Bauern traten zur Lehre Luthers über
Als der Protestantismus etwa 100 Jahre zuvor hier bekannt wurde, erhofft sich die durch die
katholische Obrigkeit oft arg bedrängte Bevölkerung Hilfe von der neuen Glaubenslehre. Ein
kaiserlicher Befehl verlangte aber die Rückkehr zum Katholizismus. ein zusätzlicher Konflikt
war entstanden. Eine besonders arge Belastung der Bevölkerung waren die bayerischen
Söldner, die hier im Land waren, weil der Kaiser in Wien seine Schulden an Bayern nicht
bezahlen konnte und daher das Land an Bayern verpfänden musste. Immer wieder kam es zu
Übergriffen dieser rohen Landsknechte, die den Bauern Vieh und Getreide mit brutaler Willkür
wegnahmen.
Der Kaiser verpfändete unser Land an die Bayern
Das war auch der unmittelbare Anlass zum Beginn des Bauernaufstandes: Als es im Gasthaus
Habach, einem geheimen Treffpunkt der Bauernanführer, wegen eines Pferdes zu einer
Rauferei zwischen Soldaten und Bauern kam, wurde ein Bayer erschlagen. Dieses Ereignis
hatte die bereits geplante Erhebung gegen die Peiniger in Gang gesetzt. Der Bauernkrieg war
nach einem halben Jahr unter schrecklichen Verlusten der Bauern zusammengebrochen. Zur
Befreiung der Bauern kam es erst nach mehr als 200 Jahren ! durch die Revolution im Jahr
1848.
Diese Gedenktage hier in Lembach sollten die Erinnerung an das leidvolle Leben unserer
Vorfahren, aber auch an deren mutiges Eintreten für Glaubensfreiheit und menschenwürdiges
Leben wachhalten.