NEBELBERG/WEGSCHEID. Diese Verbindungen sollen nicht nur durch Bauwerke sichtbar werden, sondern auch in den Herzen und Köpfen der Menschen“. Mit diesen Worten wurde die Verbindungsbrücke zwischen Meßnerschlag in Bayern und Nebelberg in Österreich offiziell eröffnet und ihrer Bestimmung übergeben. Es ist wohl einzigartig, dass über Gemeinde- und Staatsgrenzen hinweg gemeinsam ein Fest veranstaltet und gefeiert wird. Bei herrlichem Sonnenschein war dies in der Reifmühle gegeben und der Besucherandrang war enorm. Die bäuerlichen Organisationen übernahmen die Bewirtung der Gäste und die Dorfmusikanten aus Bayern sorgten für gute Stimmung. Landtagsabgeordneter Georg Ecker und der Abgeordnete des Bayerischen Landtages Konrad Kobler sowie die beiden Bürgermeister Otto Pfeil und Josef Lamperstorfer hielten die Eröffnungsreden. Pfarrer Laurenz Neumüller nahm gemeinsam mit seinem Kollegen Markus Kirchmayr aus Wegscheid die Segnung des Bauwerkes vor. Für die Bauabwicklung zeichnete der Wegeerhaltungsverband Oberes Mühlviertel verantwortlich, welcher durch Obmann Bürgermeister Franz Saxinger und Erhaltungspolier Ignaz Märzinger vertreten war. Das Brückenprojekt wurde von verschiedenen Förderstellen finanziell großzügig unterstützt. Für eine perfekte Förderabwicklung zeichnete die Euregio Böhmerwald / Bayerischer Wald, welche durch den Geschäftsleiter aus Bayern, Kasper Samer und für Österreich durch den Geschäftsführer des Regionalmanagmentes für Oberösterreich, MAS Wilhelm Patri, vertreten war. Zur Aufstellung gelangte der „Schmugglerstein“ – ein Gedenkstein. Bis vor kurzem war dieser Stein die einzige offizielle Verbindung der Gemeinde Nebelberg nach Bayern.
Das Fußball-WM Fieber schlug sich bei diesem Feste nieder. In einem lustigen Länderwettkampf der Prominenz siegte Österreich mit 2:0. Dieses Elfmeterschießen wurde über den Grenzbach – die Staatsgrenze hinweg – ausgetragen. Der glorreiche Sieg wurde natürlich gehörig gefeiert.