Hochspannung war am Samstag, 23. September 2006 in Rohrbach vor den 90 Minuten beim Spiel zwischen den beiden in der Oberösterreichliga an der Spitze liegenden Mannschaften aus Gmunden und Rohrbach/Berg angesagt, zumal der Aufsteiger aus der Landesliga Ost dazu noch die Chance besaß, mit 3 Punkten die Tabellenführung zu erobern.
Der Tabellenführer aus der Traunseestadt zeigte zu Beginn eine kompakte Leistung, ohne jedoch gefährlich zu werden. In der 23. Minute reagierte Roland Mayrhofer bei einer eher überraschenden Flanke in den Strafraum am schnellsten, Mario Broser holte ihn von hinten von den Beinen und Schiedsrichter Diesenreither zeigte auf den Elfmeterpunkt. Torhüter Lahninger erriet zwar die Ecke, die „Strafstoss-Exekutor“ Rene Beham wählte, doch dessen Schuss war einfach zu platziert – der Ball ging genau neben der linken Stange ins Netz – und Union Wohnpoint Rohrbach/Berg ging mit 1:0 in Führung. Drei Minuten später spielte Roland Mayrhofer einen Idealpass zu Premysl Kukacka, dieser überwand den Gmundner Torhüter, aber das Leder ging auch am Tor vorbei.
In der 32. Minute gibt es nach einem Foul im Mittelfeld Freistoss für Gmunden – die Distanz eigentlich zu groß, um direkt zu schießen. Die Rohrbacher rechneten etwas amateurhaft auch nicht mit der „Schlitzohrigkeit“ von Jeton Cubrelji – erstens verkürzte er den Abstand zum Rohrbacher Tor gleich um einige Meter, Rohrbach stellte keine Mauer und sperrte auch nicht den Ball, Cubrelji zog ab, Torhüter Kerl sah den Ball etwas spät und so fand das Leder aus gut 30 m den Weg ins rechte Kreuzeck – 1:1.
Damit war vorerst einmal das Pulver verschossen. Gmunden spürte die Gefahr, die von Rohrbach ausging und beschränkte sich aufs Kontern, die Rohrbacher Hintermannschaft stand aber einfach zu gut. Erst in den Schlussminuten kam noch einmal Spannung auf. In der 84. Minute ging ein Schuss aus der Drehung von Markus Friedl nur knapp über das Tor, zwei Minuten später hatte Rohrbach/Berg Glück, als ein Schuss von Gahleitner nur um Zentimeter an der linken Stange vorbeiging und den „Matchball“ vergab Premysl Kukacka in der 88. Minute alleinstehend am 11er, als er eine perfekte Flanke von Markus Friedl mit dem Kopf nicht richtig traf und der Ball übers Tor ging.
Die 650 Zuschauer, unter denen sich auch die Fangruppen von beiden Vereinen mit Trommeln, Schlachtgesängen und Sirenen sportlich duellierten, konnten letztendlich zufrieden sein, denn sie sahen ein spannendes Spiel, in dem auch die Taktik eine wesentliche Rolle spielte.
Kommenden Freitag spielt Union Wohnpoint Rohrbach/Berg auswärts bei ASKÖ Donau Linz – Spielbeginn ist um 19.00 Uhr.
Rohrbach, am 24.9.2006
Josef Kneidinger, Pressereferent der Union Wohnpoint Rohrbach/Berg