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Grenzbezirk Rohrbach kämpft mit starkem Geburtenrückgang

BEZ. ROHRBACH. 14.105 Kinder wurden im Vorjahr in Oberösterreich geboren, das bedeutet einen leichten Anstieg von 1,5 % gegenüber dem Jahr 1999. Ernüchternd jedoch der Vergleich zum Jahr 1990: In den letzten zehn Jahren ging die Geburtenanzahl um 14,3 % zurück. Noch schlechter schaut es im Bezirk Rohrbach aus, dieser hat mit einem Geburtenrückgang von 34,7 % zu kämpfen.

Erblickten 1990 noch 824 Kinder das Licht der Welt, so waren es im Vorjahr nur mehr 538. Ein Blick zurück auf das Jahr 1970 mit 993 geborenen Kindern zeigt ein Minus von sogar 45,8 %. Der Bezirk Rohrbach ist damit Rekordhalter in Sachen Geburtenrückgang, die Zahlen sind aber signifikant für ganz Oberösterreich: In den letzten zehn Jahren sank die Geburtenanzahl um 14,3 %, seit 1970 um 29,4 %. Im gesamten Bundesland gab es jedoch, mit Ausnahme der Städte Linz und Steyr, einen Geburtenüberschuss, das heißt, es kamen mehr Kinder auf die Welt, als Menschen starben. Insgesamt leben in Oberösterreich derzeit etwa 1,4 Millionen Menschen.

1,3 Kinder je Frau

Vergleicht man die Gesamtfruchtbarkeitsrate (GFR), also wie viele Kinder eine Frau bei gleichbleibenden Verhältnissen zur Welt bringen würde, so ist der Grenzbezirk Rohrbach ebenfalls trauriger Spitzenreiter: Abwanderungsbedingt ist das Fruchtbarkeitsniveau seit 1997 von 1,62 auf 1,34 zurückgegangen. Einzig die Landeshauptstadt Linz weist mit 1,05 einen noch geringeren Wert auf. Damit liegt die GFR im Bezirk Rohrbach wie im ganzen Bundesland unter dem zum Ersatz der Elterngeneration nötigen Wert 2,1.

 

Quelle: Bezirksmagazin, erschienen am 20.6.2001
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