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Naturnahe Waldwirtschaft - Sanierung

Naturnahe Waldwirtschaft ist Voraussetzung für langfristige Sanierung


Seit 15 Jahren treten in den Wäldern des Mühlviertels ebenso wie in anderen Gebieten Oberösterreichs verstärkt Schäden in Fichtenbeständen auf
Seit 15 Jahren treten in den Wäldern des Mühlviertels ebenso wie in anderen Gebieten Oberösterreichs verstärkt Schäden in Fichtenbeständen auf. Grund dafür sind Nährstoffmängel im Boden oder in den Nadeln. Nikolaus Prinz, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer für OÖ, sieht die wirkungsvollste Maßnahme, die Schäden zu begrenzen, in einer "ausgeglichenen Ernährung".

ROHRBACH/URFAHR. "Die Folge der Nährstoffmängel ist nicht nur, dass die Kronen der Fichten immer lichter werden, sondern auch ein großflächiges Fichtensterben in den betroffenen Regionen", erläutert Prinz. Eine der wichtigsten Maßnahmen, die Schäden zu begrenzen, sei eine ausgeglichene Ernährung des Waldes, also verstärkter Einsatz von Walddüngung in den betroffenen Gebieten.

Die Ursachen des Nährstoffmangels sind einerseits in der intensiven Nutzung der Wälder zu sehen. Andererseits sind aber auch die reinen Fichtenbestände und Schadstoffe aus der Luft schuld daran. Um genaue Sanierungskonzepte entwickeln zu können, wurden flächendeckend Boden- und Nadelanalysen durchgeführt und auf Basis dieser Ergebnisse beispielsweise Spezialdünger für den forstlichen Anwendungsbereich entwickelt. "Neben dieser Maßnahme ist aber zum Beispiel auch eine dem Standort entsprechende Baumartenmischung wichtig", so Prinz. Eine sinnvolle Waldsanierung könne nur dann stattfinden, wenn auch ein entsprechendes waldbauliches Konzept realisiert wird. "Es wäre falsch, die Walddüngung bei der Waldsanierung als isolierte Maßnahme zu betrachten." Wichtiges Ziel im Bereich der Forstwirtschaft ist für den LWK-Vizepräsidenten "den Waldbestand konsequent in Richtung natürlicher Waldgesellschaft umzubauen, ohne jedoch den ökonomischen Anspruch der Landwirte zu vergessen."

Um Schäden an Oberösterreichs Waldbeständen vorzubeugen, rät LWK-Vizepräsident Nikolaus Prinz zu einer "ausgeglichenen Ernährung".

Foto: BM

 

Quelle: Bezirksmagazin, erschienen am 28.11.1999
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