LEMBACH. Es scheint, als ob Lembach in letzter Zeit ein Zentrum der pastoralen Aktivitäten unserer Bischöfe geworden ist. War vor einigen Wochen bereits Bischof Ludwig Schwarz anlässlich der Einweihung der Pfarrkirche und des 100-Jahr-Jubiläums der Kindergartens in Lembach zu Gast, so kam Altbischof Aichern am heutigen 1. Mai nach Lembach, um hier 50 jungen Christinnen und Christen das Sakrament der Firmung zu spenden.
Sendung der Firmlinge
Nach dem festlichen Empfang des Bischofs durch die Lembacher Pfarr- und Gemeindebevölkerung erfolgte der feierliche Einzug der Firmlinge in die wieder sehr schöne, weil neu renovierte Lembacher Pfarrkirche.
Gemeinsam mit den Firmlingen und der Pfarrgemeinde feierten Maximilian Aichern und Pfarrer Kasimir den Festgottesdienst, der von den Firmlingen und dem Kirchenchor sehr feierlich gestaltet wurde.
In der sehr zu Herzen gehenden Predigt ging der Bischof neben dem hohen Wert der Arbeit (Feiertag 1. Mai) und dem Wesen des christlichen Feiertags 'Christi Himmelfahrt' (ebenfalls 1. Mai) natürlich in besonderer Weise auf die Sendung der getauften und gefirmten Christen in der heutigen Zeit ein.
Christsein sei nicht etwas, so Altbischof Aichern, was man nach der Firmung nur privat für sich allein praktizieren sollte, sondern habe in besonderer Weise etwas mit der Gemeinschaft aller Christen - u.a. der aktiven Teilnahme am Pfarrleben - zu tun. Auch die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche und der Besuch der sonntäglichen Messe mit Kommunionempfang sollten sowohl Freude als auch Verpflichtung sein. Und nicht zuletzt solle das persönliche und tägliche Gebet - und sei es noch so kurz - ebenfalls einen wichtigen Platz im Leben eines getauften und gefirmten Christen einnehmen.
Mit den Worten, 'Werdet starke, fitte und flotte Christen' und der Aufforderung an die Firmlinge sowie alle Anwesenden, sich die Freude am Christsein und am Menschsein niemals und von niemandem nehmen zu lassen, beendete Bischof Aichern seine schöne Predigt voller Leben und Freude am Christsein.

FOTO: Reinthaler
Altbischof Aichern ist auch nach einer Stunde Fotoshooting nur ein ganz klein wenig müde ... Die ausgestreckte Hand von Fotograf Karl Ensbrunner dirigiert natürlich nicht den Bischof, sondern Firmling und Firmpaten, damit die fotografische Erinnerung auch ganz perfekt wird ...
Frühe Abreise, da nächster Termin bereits wartet
Nach dem Firmgottesdienst gab es für alle Firmlinge noch ein persönliches Fotoshooting mit dem Bischof, welches bis ca. 12 Uhr gedauert hat. Danach musste Bischof Maximilian Aichern jedoch sehr bald abreisen, da er auch in einer anderen Pfarre noch einen wichtigen öffentlichen Termin wahrzunehmen hatte. So richtig in Pension gehen kann wohl also auch ein 76jähriger Altbischof nicht ...
Allen Pfarrverantwortlichen und allen sonstigen Helfern, die zum Gelingen dieses sehr schönen Festes beigetragen haben, gebührt jedenfalls ein sehr großes Lob für den Ablauf dieser kirchlichen Großveranstaltung. In besonderer Weise gilt dies auch für den Kirchenchor, der mit sehr bewegenden Liedern der Firmungsmesse einen würdigen musikalischen Rahmen verliehen hat.
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