OBERNEUKIRCHEN. Die Gemeinde rüstet zum kulturellem Großangriff. Die Tatsache, dass Hans Schnopfhagen - Komponist der oberösterreichischen Landeshymne, Hoamatland - in Oberneukirchen geboren ist nehmen die Gemeindeväter zum Anlass, um im Geburtshaus ein Kulturzentrum zu errichten.
Der erste Schritt wurde bereits gemacht. Das Schnopfhagen-Geburtshaus wurde von der Gemeinde gekauft. Jetzt ist es daran, in verschiedenen Etappen das Haus in ein Kulturzentrum mit vielerlei Möglichkeiten umzuwandeln. Sowohl die Musikschule, als auch Proberäume für die Ortsansässigen Chöre und Kapellen werden in dem neuen Objekt beherbergt. Auch Veranstaltungsräume für Kunst und Unterhaltung - von Kabarett, Dichterlesungen bis zur Krippenausstellung wird hier untergebracht sein. Angeschlossen an diese Kulturoase wird eine stillgelegte Gerberei revitalisiert. Der letzte Schnopfhagen, Ferdinand, arbeitete hier als Lederer und Gerber und alle Maschinen und Einrichtungen sind noch funktionstüchtig erhalten. In zahlreichen Arbeitsstunden ist man bestrebt, dieses Kleinod früherer Handwerkskunst wieder zum Leben zu erwecken und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein weiteres Herzstück der Anlage ist der Stadl. Ein Holzstadl von beeindruckender Größe, der vom Wohlstand des einstigen Bürgertums zeugt. Dieser Stadl und der angrenzende Hof werden als erstes ihrer Bestimmung übergeben. Zur Zeit wird in liebevoller Kleinarbeit zum ersten Groß-Event gerüstet. Dieses Forum - eine trassenförmig angelegte Arena mit Bühne im Stadl - wird genutzt, um am 14. Juli die Feuertaufe mit einem großen Fest zu begehen. Hier wird ein zwei-Tagefest mit großartigen Künstlern ablaufen. Zum Auftakt spielen "Die Seer". Dies wird aber erst der Anfang der Aufgaben sein, die sich die Kulturwerkstatt Schnopfhagen setzt. Kabarett, Vernissagen, Dichterlesungen und so weiter sollen folgen.