Zum Schlagwort in der Erziehung von Kindern wurde im letzten Jahrzehnt die "Montessori-Pädagogik". War bis
jetzt jedoch eine derartige Ausbildung im Bezirk Rohrbach nicht möglich, so startet im Jänner 2000 ein Kurs, in
dem die Lehren der Italienerin Maria Montessori im Mittelpunkt stehen.
ROHRBACH. Das Besondere an dieser Form der Erziehung ist, dass das Kind mit seinen Bedürfnissen und Interessen sehr
ernst genommen wird. "Es ist eine Pädagogik, die vom Kind ausgeht", erklärt Silvia Linke. Die ausgebildete Kindergärtnerin
und Montessori-Pädagogin wird gemeinsam mit Romana Neissl im Jänner im Rohrbacher Frauentreff einen Montessori-Kurs
starten und damit vor allem Frauen, die in soziale pädagogische Berufe einsteigen wollen, zusätzliche
Qualifizierungschancen ermöglichen. "Unser Angebot richtet sich aber auch an Pädagoginnen, Kindergärtnerinnen,
Lehrerinnen oder Sozialarbeiterinnen. Einfach an alle Frauen, die ihre neu erworbenen Kenntnisse privat oder beruflich für
die Kindererziehung nützen wollen", so Linke.
Montessori-Leitspruch: "Hilf mir, es selbst zu tun"
Das pädagogische Konzept geht auf die 1870 in Italien geborene Maria Montessori zurück. Sie beschäftigte sich vor allem
mit der Erziehung der Kinder und entwickelte Spielmaterialien, bei denen das Kind ohne Hilfe des Erwachsenen auf seine
Fehler aufmerksam wurde. "Hilf mir, es selbst zu tun" lautete der Montessori-Leitspruch.
Die sieben Module umfassende Ausbildung (jeweils Donnerstag und Freitag Nachmittag sowie Samstag) startet am 13.
Jänner 2000, wer sich dafür interessiert, kann sich bis 15. Dezember im Frauentreff Rohrbach unter 07289/6655 melden
(maximal 15 Teilnehmer). Die Kosten belaufen sich auf 8.000 Schilling, wobei jedoch der Lehrgang vom Bildungskonto des
Landes Oberösterreich gefördert wird. Kinderbetreuung ist möglich.