ARNREIT: Österreich musste sich bei der Damen Faustball Europameisterschaft in der Schweiz dem Gastgeber im Halbfinale mit 0:2 geschlagen geben und erreichte durch einen Sieg über Tschechien die Bronzemedaille. Europameister wurde Deutschland durch ein 2:1 über die Schweiz.
Nach dem zweiten Platz in der Vorrundengruppe hinter Weltmeister Deutschland traf Österreich heute im Halbfinale auf den regierenden Europameister Schweiz. Das Austriateam wurde nach dem ersten Spieltag für das Kreuzspiel sogar von den vielen heimischen Zuschauern favorisiert, doch es sollte anders kommen: Beide Teams begannen sehr nervös, doch die Schweiz erfing sich doch zusehends während Österreich nicht zu seiner möglichen Bestform fand. Servicefehler, unpräzise Auflagen und auch Abwehrprobleme bei nassem Boden und scharf geschlagenen Bällen der Schweizerinnen warfen Österreich immer wieder in Rückstand. Auch verschiedenste Personalvarianten im Angriff brachten Trainer Günther Klausberger nicht zum Ziel, es konnte sich keine Schlägerin entscheidend profilieren. So gab es einen verdienten Sieg des Titelverteidigers und für Österreich blieb "nur" das kleine Finale gegen Tschechien
Tschechien wurde dem Spielstand nach mühelos geschlagen, es war aber nach der Halbfinalniederlage schwierig, die richtige Motivation zu finden und so zeigte Österreich auch kein berauschendes Spiel.
Im Finale ließ sich die Schweiz die Butter noch vom Brot nehmen denn nach einer 18:10-Führung im entscheidenden dritten Satz konnte Deutschland diesen noch mit 20:18 für sich entscheiden und somit den Europameistertitel zurückerobern.
VORRUNDE:
Das erste Spiel der gestrigen Vorrunde gegen Namibia war eine klare Sache für Österreich wobei der gesamte Kader zum Einsatz kam. Die Namibianerinnen überraschten bei ihrem ersten internationalen Auftreten mit einem technisch gutem Spiel.
Im Spiel gegen Deutschland gab es den erwarteten Schlagabtausch, tolle Abwehr- und Angriffsszenen auf beiden Seiten rissen die 1000 Zuschauerrichtig mit. Trainer Günter Klausberger: "Auch wenn beide Sätze letztendlich durch Eigenfehler im Angriff verloren gingen, war ich mit der gesamten Mannschaft sehr zufrieden. Man muss eben gegen den regierenden Weltmeister Deutschland mit mehr Risiko spielen."
Für Österreich kamen zum Einsatz:
Karin Engleder, Margit Enzenhofer, Petra Hamberger (alle SU Raika Zwettl), Iris Pfanner, Sandra Pfanner (beide TS Schwarzach), Gudrun Kronberger, Antonia Ritschel (beide ÖTB TV Neusiedl), Andrea Gumpenberger (Union Rohrbach);