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Guglwald zu: Bezirk Rohrbach ohne offene Grenze in Richtung Tschechien

Seit 1. November geschlossen: der Grenzübergang Guglwald in der Gemeinde Schönegg

Von Bernhard Haudum

SCHÖNEGG/ROHRBACH. Ohne einen permanent benützbaren Grenzübergang in Richtung Tschechien muss derzeit der Bezirk Rohrbach auskommen: Ohne Vorwarnung schloss die Regierung in Prag vorige Woche den Grenzübergang Guglwald in der Gemeinde Schönegg.

Die Sperre dauert vorerst bis 15. März 2002 und wird lediglich über Weihnachten bzw. Neujahr aufgehoben. Wirksam wurde sie mit 1. November, nur wenige Stunden vorher wurde die Republik Österreich bzw. das Land Oberösterreich von diesem Schritt informiert. Zu spät, um - so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer - gegen die Sperre noch etwas unternehmen zu können: "Die Vorgangsweise Tschechiens entspricht weder internationalen Gepflogenheit noch gut-nachbarschaftlichen Beziehungen.

Wir haben eine Vereinbarung, ich gehe davon aus, dass sich die Behörden in unserem Nachbarland daran halten" meinte Pühringer.

Der Landeshauptmann ist davon überzeugt, dass es sich bei der Grenzschließung auch um eine Retourkutsche im Zusammenhang mit der kritischen Anti-Temelin-Politik Oberösterreichs handelt: "Tschechien schmeckt unsere konsequente Haltung nicht, daher dieser unfreundliche Akt", so Pühringer.

Wirtschaftliche Gründe

Anders sieht Pühringers VP-Parteikollege, der Schönegger Bürgermeister Johann Grünzweil die Sperre: Er glaubt nicht an eine Temelin- Retourkutsche, sondern vermutet vor allem wirtschaftliche Gründe hinter der Grenzschließung. "Ich glaube, dass Tschechien angesichts der zu geringen Frequenz in den Wintermonaten der Personalaufwand zu hoch war" meinte der Ortschef. Außerdem sei der Einkaufsverkehr von Österreich in Richtung Tschechien deutlich zurück gegangen, während jener von Tschechien nach Österreich zugenommen hätte. Dies habe dazu geführt, dass Wirtschaftstreibende in Tschechien mit dem Übergang Guglwald keine rechte Freude mehr gehabt hätten.

Einer, der auf österreichischer Seite direkt von der überraschenden Grenzschließung betroffen ist, ist Dietmar Hehenberger vom Tagungs- und Wellnesshotel Guglwaldhof an der tschechischen Grenze: "Schade, jetzt kann ich die bei Gästen beliebten Touren über die Grenze nicht mehr anbieten, Tschechien bringt sich damit um direkte Einnahmen bzw. Devisen. Außerdem wird die mit 1. Jänner gültige Grenzgängerregelung für Arbeitnehmer torpediert, was der Wirtschaft in beiden Staaten schadet" meint der Hotelier zur Sperre des Grenzüberganges.

 

Quelle: Bezirksmagazin, erschienen am 7.11.2001
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