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Als Entwicklungshelfer ans andere Ende der Welt

Junger Oberkappler geht nach Papua Neuguinea


Sebastian Stadler wagt einen mutigen Schritt
Heute Abend wird der 27jährige Sebastian Stadler aus Dittmannsdorf, Tischler und Krankenpfleger, in Wien das Flugzeug besteigen und sich auf eine über 30stündige Reise nach Wewak in Papua Neuguinea begeben, wo er dann als Entwicklungshelfer im Einsatz sein wird. Er wird dort 2 ½ Jahre in einer Berufsschule den Fachbereich Tischlerei unterrichten. Bei seinem Zivildienst in einem Altersheim kam er zur Erkenntnis, dass für die Zufriedenheit im Alter ein erfülltes Leben ganz wichtig ist. „2 Jahre gehen mir nicht ab und ich kann meinen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit in der Welt leisten“, sagt Sebastian Stadler, der durch Berichte über Aktionen wie Sternsinger, „Sei so frei“, Familienfasttag und die Erfahrungen seines früheren Chefs als Entwicklungshelfer zu diesem mutigen Unternehmen animiert wurde. Seit September vergangenen Jahres hat er in Wien einen Vorbereitungskurs besucht und sich dazu noch privat anhand von Videos, Büchern, Erfahrungsberichten und Internetseiten auf seinen Einsatz vorbereitet. Organisiert werden die Einsätze der Entwicklungshelfer von HORIZONT 3000. Die Bewohner in den Entwicklungsländern müssen selber ein Projekt beginnen und können sich dann bei der genannten Organisation um personelle und finanzielle Unterstützung bewerben. Die Projekte müssen an die jeweiligen Bedürfnisse des Landes angepasst sein, müssen nachhaltig sein, den Umweltschutz berücksichtigen usw. Die Eingeborenen kennen von der Werbung her das westliche Wohlstandssystem und streben es an. Wichtig für die Entwicklungshelfer ist es daher zu vermitteln, dass auch unser System seine Schattenseiten hat.

 

Quelle: Veronika Stadler, Gemeindezeitung Oberkappel, erschienen am 14.1.2002
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